Sommertheater in Brüssel
ID: 227377
Sommertheater in Brüssel
"Bundesfinanzminister Schäuble drängt die Ecofin-Ratsmitglieder an der falschen Stelle zur Eile. Zusätzliche Aufsichtsbehörden und Stresstests allein werden eine zukünftige Finanzkrise nicht verhindern", kommentiert Sahra Wagenknecht, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, das heutige Treffen der Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel. "Diskussionen darüber, ob ein Stresstest für Banken die Unruhe im Ernstfall noch vergrößert, lenken von den zwei entscheidenden Forderungen ab: die strenge Regulation der Finanzmärkte, damit die Probleme erst gar nicht auftreten, und eine Beteiligung der Banken an den Kosten der Finanzkrise." Wagenknecht weiter:
"Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung wichtige Forderungen, wie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und einer Bankenabgabe, wegen einer noch nicht erfolgten internationalen Einigung permanent hinauszögert. Die von der Bundesregierung geplante Fondslösung, in der die Banken jährlich 1,2 Mrd. Euro einzahlen sollen, ist ein Witz. Für eine weitere Verzögerung bei der Einführung einer Finanztransaktionssteuer gibt es keinen Grund. In Deutschland gab es bis 1991 eine Börsenumsatzsteuer und Großbritannien nimmt mit der Stamp duty reserve tax (Stempelsteuer für inländische Wertpapiergeschäfte an der Börse) bis heute über 5 Mrd. Euro jährlich ein.
Die LINKE fordert eine sofortige und haushaltswirksame deutsche 'Finanzkrisen-Verantwortungsgebühr' in Höhe von 0,15% nach dem Vorbild des Vorschlags von US-Präsident Barack Obama und eine Finanztransaktionssteuer von mindestens 0,05%. Mit den dadurch entstehenden deutlich zweistelligen Milliarden-Steuermehreinnahmen würden endlich die Verursacher der Finanzkrise zur Kasse gebeten und unsoziale Sparpakete könnte man sich sparen.
Den Banken muss darüber hinaus der Eigenhandel, sowie die Beteiligung an Hedge- und Private-Equity-Fonds verboten werden. Noch weitergehende Regulierungen und Verstaatlichung des Bankensektors sind nötig, damit zukünftige Finanzkrisen verhindert werden können. Alles andere gefährdet auf Dauer unserer Demokratie."
F.d.R. Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 13.07.2010 - 17:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 227377
Anzahl Zeichen: 2679
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Sommertheater in Brüssel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Bundesminister Steinmeier begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Tornado-Einsatz in Afghanistan ...
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute die Klage der PDS/Die Linke gegen den Einsatz von Tornado-Aufklärungsflugzeugen der Bundeswehr im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan abgewiesen. Dazu erklärte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier: "Das heutige Urteil ist
Lammert springt zu kurz bei Parlamentsmodernisierung ...
"Den Bundestag zu modernisieren heißt vor allem: mehr Öffentlichkeit, mehr Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung. Gemessen daran springt der Bundestagspräsident bei seinen Vorschlägen eindeutig zu kurz", erklärt die 1. Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE, D
EU-Gentechnikpolitik: Dalli bietet den Mitgliedstaaten ein vergiftetes Geschenk an ...
"Dalli will der Agro-Gentechnik in Europa zum Durchbruch verhelfen. Kritische Debatten sollen aus Brüssel verbannt und in die Mitgliedstaaten verwiesen werden. Gleichzeitig soll es eine Turbo-Zulassung für Gentechpflanzen geben", kommentiert Kirsten Tackmann die Vorschläge von EU-Gesu
Lauterbachs Ablenkungsmanöver nutzt der Koalition ...
"Mit seinem Vorstoß hat Karl Lauterbach eine Debatte ausgelöst, die von den eigentlichen Problemen des Gesundheitssystems ablenkt. Das kann nicht Aufgabe einer Oppositionspartei sein", kommentiert Harald Weinberg die Diskussion über den Vorschlag des SPD-Gesundheitsexperten, Homöopat




