Afghanistan braucht Strategiewechsel
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Afghanistan braucht Strategiewechsel
"Die Formeln, mit denen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen eine Wende zum Besseren beschwört, sind abgegriffen, untauglich und gefährlich", kommentiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Äußerungen Rasmussens im Vorfeld der internationalen Afghanistan-Konferenz. Schäfer erklärt weiter:
"Mehr Soldaten, härtere Kämpfe, langfristiges Engagement - Rasmussens Ideen sind weder neu, noch waren sie in der Vergangenheit besonders erfolgreich. Sie demonstrieren allerdings den verhängnisvollen, aber leider ungebrochenen Irrglauben, in Afghanistan mit militärischer Gewalt Frieden oder zumindest relevante politische Zugeständnisse erzielen zu können. Auch die Bundesregierung hängt diesem Irrglauben nach wie vor an, obwohl verschiedene zivile Hilfsorganisationen ihr gerade zum wiederholten Mal erklärt haben, dass Militär in Afghanistan die Probleme verschärft, statt sie zu lösen.
DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die Lehren aus dem Scheitern der militärgestützten Strategie zu ziehen und einen Strategiewechsel zu vollziehen, der auch die Afghanistan-Konferenz bestimmen muss. Statt auf weitere Eskalation muss endlich auf Verhandlungen, zivile Konfliktlösungsmechanismen und einen breit angelegten Friedens- und Versöhnungsprozess gesetzt werden."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 19.07.2010 - 17:04 Uhr
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