Jugendarbeitsschutz ausweiten
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Jugendarbeitsschutz ausweiten
"Das Jugendarbeitsschutzgesetz hat in den letzten Jahrzehnten nichts an Bedeutung eingebüßt. Noch immer ist es notwendig, Jugendliche beim Eintritt in das Berufsleben vor gesundheitsgefährdenden Arbeiten und Arbeitszeiten zu schützen", erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze, zum 50. Jahrestag des Inkrafttretens des Jugendarbeitsschutzgesetzes am 9. August. Golze weiter:
"Seit der letzten Verschlechterung des Gesetzes im Jahr 1996 versuchen Arbeitgeber gemeinsam mit der FDP wichtige Regelungen des Gesetzes weiter zu schleifen. Insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe fordert eine Ausweitung der Arbeitszeiten für Jugendliche unter 18 Jahren. Dabei gelten in dieser Branche bereits zahlreiche Ausnahmen. Es ist unglaublich, mit welcher Unverfrorenheit der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband nach der Mehrwertsteuersenkung nun auch noch eine Verschlechterung des Jugendarbeitsschutzes durchdrücken will. Die FDP ist dabei auch eine willfährige Gehilfin.
Dem Abbau von Schutzvorschriften muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Schon heute fallen immer weniger Auszubildende unter das Jugendarbeitsschutzgesetz. DIE LINKE fordert deswegen die Ausweitung des Gesetzes auf junge Erwachsene bis zum Alter von 21 Jahren. Nicht weniger, sondern mehr Schutz ist notwendig, wenn ein gesundes Arbeitsleben gesichert werden soll. Wir wollen ein Jugendarbeitsschutzgesetz, das diesen Namen auch verdient."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 06.08.2010 - 16:04 Uhr
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