Schulwegsicherheit für ABC-Schützen
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Schulwegsicherheit für ABC-Schützen
Innenminister Joachim Herrmann appelliert vor dem Schulbeginn am Dienstag, 14. September, an alle Verkehrsteilnehmer: "Morgen sind die Schulferien zu Ende. Mehr als 1,4 Millionen Kinder und Jugendliche, darunter auch rund 125.000 ABC-Schützen, sind dann in ganz Bayern wieder auf den Straßen unterwegs. Deshalb bitte ich alle Verkehrsteilnehmer, im Umfeld von Schulen stets aufmerksam und bremsbereit zu sein". Die Polizei habe zwar wie in den vergangenen Jahren wieder mit rund 100.000 bayerischen ABC-Schützen ein umfangreiches Schulwegtraining absolviert. Dabei wurden die Kinder mit praktischen Übungen auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam gemacht. Trotzdem müssten Kraftfahrer mit spontanen und unbedachten Aktionen der Kinder, gerade auch der ABC-Schützen, rechnen, und besonders vorsichtig sein, betonte Herrmann.
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule ? Sicher nach Hause", Walter Schwab, verwies Herrmann auf ein breites Spektrum von Maßnahmen, mit denen die Sicherheit der Schulkinder auf dem Schulweg gewährleistet wird: "Neben dem Schulwegtraining für die ABC-Schützen, das bereits weit vor Schulbeginn ansetzt, gibt es in Bayern auch rund 31.000 Freiwillige, die als Schulweghelfer, Schülerlotsen, Schulbusbegleiter oder Schulbuslotsen täglich bei Wind und Wetter den Schulweg unserer Kinder sichern. Bayern hat mehr Schulweghelfer als alle anderen Bundesländer zusammen. Darauf können wir zu Recht stolz sein", so Herrmann. Diese große Anzahl Ehrenamtlicher sorgt zusammen mit der Landesverkehrswacht, der Polizei und den Schulen dafür, dass es seit mehr als 30 Jahren keinen tödlichen Schulwegunfall auf den so gesicherten Schulwegen mehr gab. Herrmann: "Wir werden auch weiterhin alles Menschenmögliche dafür tun, dass dies so bleibt!"
Wie jedes Jahr werden Polizei und Kommunen vor allem in den ersten Wochen nach Schulanfang im Umfeld von Schulen Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Dass dies notwendig ist, zeigt die Bilanz des letzten Jahres, wo in dieser Zeit über 1.600 Verkehrsteilnehmer mit teilweise massiven Geschwindigkeitsübertretungen beanstandet werden mussten.
Im vergangenen Schuljahr registrierte die Polizei 636 Schulwegunfälle bei denen 782 Kinder verletzt wurden und auch 1 Kind tödlich verunglückte. Deshalb werde man die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Partner bei der Schulwegsicherheit in bewährter Weise fortsetzen und ausbauen, um den Schulweg in Zukunft noch sicherer zu machen, sagte Herrmann. Die Landesverkehrswacht und ihre Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule ? Sicher nach Hause" leistet ebenso wie die Bayerische Polizei hierbei bereits große Anstrengungen. Herrmann: "Die Verkehrserzieher der Polizei haben mit ihren über 300 mobilen und stationären Jugendverkehrsschulen in ganz Bayern fast alle Schüler der 4. Jahrgangsstufe zu verkehrssicheren Radfahrern ausgebildet. Wir setzen dafür 380 Polizeibeamte ein, die für diese wichtige Aufgabe zusammengerechnet fast 17.000 Einsatztage aufwenden. Polizeibeamte bieten weiterhin gut besuchte Schulungsveranstaltungen für Schulbusfahrer an, um diese auf die spezif!
ischen Erfordernisse ihrer jungen Fahrgäste auf dem Schulweg zu sensibilisieren. Dieses umfangreiche Gesamtpaket ist eine unverzichtbare Investition in die Sicherheit unserer Kinder", so Herrmann.
Abschließend bedankte sich Herrmann bei allen Partner und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die für die Sicherheit der Schulkinder im Straßenverkehr sorgen: "Ihr täglicher Einsatz bei Wind und Wetter ist sehr erfolgreich und ihnen gebührt dafür höchster Dank und Anerkennung!"
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Datum: 13.09.2010 - 12:46 Uhr
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