Diätlügen auf dem Vormarsch – Abnehmen ohne Konzept
ID: 25822
Jeder zweite Bundesbürger ist zu dick(firmenpresse) - Über die Hälfte der Deutschen sind zu dick, obwohl die Diät-Industrie boomt und jährlich hunderte top-ausgebildeter Ernährungsfachkräfte die bundesdeutschen Bildungseinrichtungen verlassen, kritisiert heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Doreen Nothmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.
In einer Studie von Sozioland.de wurden über 2.000 Personen zu ihrem Diätverhalten befragt. Danach haben mehr als drei Viertel der Befragten schon mal eine Diät gemacht. Der Hauptgrund dafür war der Wunsch nach einem attraktiveren Aussehen. Mit großem Abstand folgte als Ziel der Diäten eine gesündere Lebensweise. Die häufigste Variante war löblicherweise dabei der Versuch einer Ernährungsumstellung. Bei der Frage nach einer Diätstrategie setzen die meisten allerdings auf das FdH-Prinzip, was wiederum in der praktischen Umsetzung dem Ziel der Ernährungsumstellung widerspricht. Auch sprachen viele Umfrageteilnehmer der sportlichen Betätigung einen hilfreichen Effekt zum Erreichen des Wunschgewichtes zu. Die Lieblingsbewegungsmethode zum Abnehmen war bei den Befragten das alt hergebrachte Joggen (1).
Irgendetwas scheint nicht zu stimmen in einer Welt, in der uns immer wieder neue Diäten in jedem Fernsehwerbeblock, in den Buchhandlungen, aus jeder Zeitschrift und sogar aus dem Computer-Monitor entgegen springen. Schließlich erscheinen jedes Jahr neue Produkte, Bücher und Konzepte auf dem Markt, die Abnehmwilligen versuchen es doch immer wieder mit weniger essen und dem guten alten Laufen. Weniger erstaunlich ist dann natürlich, dass der Erfolg dieser Methoden eher zu wünschen lässt. Schließlich heißt „Friss die Hälfte“ gleichzeitig, dass man die selben „schlechten“ Lebensmittel isst, wie immer, jedoch in geringeren Mengen. Trotzdem fordern 82 Prozent der Befragten zur Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen das Unterrichtsfach Ernährungslehre. Da bislang schon die meisten Präventionskonzepte in Richtung der Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind, steht die Frage nach passenden Methoden für die „Erwachsenengeneration“ offen.
Aus Sicht der Fehl- und Überernährung könnte man die allgemeine Zielgruppe der Diäten sicher auch als „verlorene Generation“ bezeichnen. Daher ergibt sich ein immenser Markt, der zwar boomt, aber keinen reellen Erfolg bei der Bekämpfung von Übergewicht zu zeigen scheint. 55 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer sind nach Meinung der Wissenschaft zu dick – Tendenz steigend. Führende Experten streiten, wie man die gesunde und dauerhafte Gewichtsreduktion in der breiten Masse verkünden kann. Vielleicht wäre ein freiwilliger jährlicher „Ernährungs-TÜV“, der in die Bonuspunktsysteme der Krankenkassen einfließen kann eine Möglichkeit, dem Trend der Verfettung der Deutschen Bevölkerung und der damit verbundenen Kostenexplosion für das Gesundheitswesen entgegen zu wirken, regt Nothmann abschließend an. 2.990 Zeichen
Literatur:
(1) http://www.sozioland.de/rp/diaet05/1.html
http://www.sozioland.de/rp/diaet05/tabellen_diaet05.pdf
Ernährungsbericht 2004, Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: sonntag
Datum: 16.01.2007 - 13:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 25822
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Anja Baustian
Stadt:
Aachen
Telefon: 0241 - 96 10 30
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: bitte
Versandart: kein
Diese Pressemitteilung wurde bisher 861 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Diätlügen auf dem Vormarsch – Abnehmen ohne Konzept"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hohe Anforderungen im Berufsleben, ständiger Leistungs- sowie Termindruck bestimmen den heutigen Tagesablauf. Gleichzeitig wächst die Bedeutung eines gesunden, fitnessorientierten Lebensstils stetig an. Der Singelanteil in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Diese Entwicklu
Riesentrend Glyxdiäten ...
Der GI beschreibt den Anstieg des Blutzuckers nach dem Verzehr kohlenhydrathaltiger Lebensmittel. Glucose dient dabei als Ausgangswert. Dieser bezieht sich auf die Erhöhung des Blutzuckers nach dem Verzehr von 50 Gramm Glucose. Der GI liegt hier bei 100. Bei den Glyxdiäten sind hauptsächlich Lebe
Mandeln – Neues Schutzschild gegen Diabetes? ...
Die Zahl der Typ 2 Diabetes Erkrankungen nimmt in der Bevölkerung stetig zu. Die früher als Altersdiabetes bezeichnete Erkrankung betrifft heute vermehrt auch die jüngere Generation. Derzeit sind etwa acht Prozent der Deutschen an Diabetes Typ 2 erkrankt. Gründe dafür sind neben genetischen Fak
Weitere Mitteilungen von Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Erfreuliche Bilanz: Das Gesundheitsportal Qualimedic.de lag 2006 in der User-Gunst vorn! ...
Die Kombination Internet und Qualimedic.de bedeutet mehr Gesundheit und weniger Krankheit für alle Menschen ohne Kosten, denn über http://www.qualimedic.de gelangten 2006 täglich rund 20.000 Menschen zu wichtigen Informationen und in unsere Online-Sprechstunden, betonte gestern Dr. Ralf D. Fischb
Müller macht schlank ...
Der bekannte Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann hat mit „Die Müller-Diät“ ein völlig neues Konzept zur dauerhaften Ernährungsumstellung für die individuelle Idealfigur entwickelt, teilt heute das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln mit
Exportschlager elektronische Gesundheitskarte: ICW und Cisco gewinnen Pilotprojekt für Gesundheitska ...
Sofia/Walldorf, 15. Januar 2007 – Das bulgarische Gesundheits¬ministerium und der National Health Insurance Fund (NHIF) haben die InterComponentWare AG (ICW) und Cisco mit einem Pilotprojekt für die nationale elektronische Gesundheitskarte des Neu-EU-Mitglieds beauftragt. Für das Pilotprojekt s
Gendefekt verantwortlich für chronische Darmentzündungen? ...
Ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam vermutet, dass eine bestimmte Genvariante die Entstehung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung begünstigt, berichtet heute die Diplom Ernährungswissenschaftlerin Judith Männich von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V. aus A




