GEOportal.NRW - Die gelben Seiten für Geodaten - Innenstaatssekretär Krüger: Grundstein zu einem einheitlichen europaweiten Standard
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GEOportal.NRW - Die gelben Seiten für Geodaten - Innenstaatssekretär Krüger: Grundstein zu einem einheitlichen europaweiten Standard
Ab heute gibt es das neue GEOportal.NRW. Mit diesem zentralen Register können sich Wirtschaft, Verwaltung und Bürger informieren über beispielsweise Geographie, Lebensräume und Schutzgebiete, Infrastruktur und Landnutzung sowie Flora und Fauna des Landes. "Mit dieser digitalen Plattform bauen wir die "Gelben Seiten" auf zu den amtlichen Geodaten aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa", sagte Innen- und Kommunalstaatssekretär Dr. Hans-Ulrich Krüger heute (06.10) auf der INTERGEO in Köln. Auf dieser weltweit größten Messe für Vermessung, Geoinformation und Landmanagement schaltete er das neue Internetportal frei.
Zentrale Bausteine des GEOportal.NRW sind der GEOkatalog und der GEOviewer. Der GEOkatalog ermöglicht die Suche nach den bereits vorhandenen digitalen Daten von Kommunen und Landesbehörden. Darüber hinaus werden weitere Informationen beispielsweise zur Aktualität oder zu fachlichen Ansprechpartnern geliefert. Sofern der Anbieter die Geodaten auch graphisch über das Internet bereitstellt, können sie im GEOviewer angezeigt werden. Neben bekannten Navigationsmöglichkeiten im Kartenbild stellt der GEOviewer auch einige weitere Funktionalitäten wie z.B. das Messen von Strecken und Flächen zur Verfügung. Ausführliche Hilfeseiten unterstützen den Nutzer bei seinen ersten Schritten.
"Das GEOportal.NRW ist der Grundstein für die technische Umsetzung europäischer Vorgaben in einem einheitlichen europaweiten Standard", sagte Krüger. Das Portal soll sukzessive auf den Bedarf der Nutzer ausgerichtet und an die europäischen Vorgaben angepasst werden. Jede öffentliche Verwaltung hat die Möglichkeit, auf dem Portal ihre Daten einzustellen bzw. entsprechend zu verlinken. Gerade Verwaltungen ohne entsprechende Infrastruktur, z.B. in kleineren Gemeinden, können hier die vorhandene Technik kostenfrei nutzen.
Seinen Ursprung findet das GEOportal.NRW in der "Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft" (INSPIRE-Richtlinie), die vornehmlich die Zwecke einer gemeinsamen Umweltpolitik verfolgt. Als zweites Bundesland hatte Nordrhein-Westfalen die Richtlinie bereits 2009 in nationales Recht überführt und das Geodatenzugangsgesetz Nordrhein-Westfalen erlassen.
Bis zum Jahr 2019 sollen alle für INSPIRE benötigten Geoinformationen eingestellt sein. "Wir wollen unseren Nutzern ein breites Datenspektrum in allen Bereichen bieten wie z.B. im Hochwasserschutz, der Verkehrs-, Standort- und Ressourcenplanung für Natur und Umwelt, Tourismus sowie für die Analyse demographischer Veränderungen", sagte der Staatssekretär.
Das Portal kann von jedem Nutzer unter der Adresse www.geoportal.nrw.de kostenlos aufgerufen werden.
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Datum: 06.10.2010 - 19:16 Uhr
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