Länder fordern höhere Bundesbeteiligung an Wohnkosten für Langzeitarbeitslose

Länder fordern höhere Bundesbeteiligung an Wohnkosten für Langzeitarbeitslose

ID: 317899

Länder fordern höhere Bundesbeteiligung an Wohnkosten für Langzeitarbeitslose



(pressrelations) - Die Länder sind mit der vom Bundestag für das Jahr 2011 beschlossenen Festsetzung der Bundesbeteiligung an den Leistungen der Kommunen für die Wohnkosten von Langzeitarbeitslosen nicht einverstanden. Sie haben daher heute das Gesetz zur Änderung des Sozialgesetzbuches mit dem Ziel einer grundlegenden Überarbeitung in den Vermittlungsausschuss verwiesen.

Die Höhe der Bundesbeteiligung ist nach geltendem Recht auf der Grundlage einer gesetzlich festgeschriebenen Formel anzupassen, wenn sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Jahresdurchschnitt um mehr als 0,5 Prozent verändert hat. Da diese Voraussetzungen gegeben sind, soll die prozentuale Bundesbeteiligung für das Jahr 2011 für Baden-Württemberg 28,5 Prozent, für Rheinland-Pfalz 34,5 Prozent und die übrigen Länder 24,5 Prozent betragen. Auf das gesamte Bundesgebiet bezogen entspricht dies einer durchschnittlichen Höhe von 25,1 Prozent.

Aus Sicht des Bundesrates folgt die vom Bund vorgesehene Änderung der Bundesbeteiligung zwar rechnerisch dem im Gesetz enthaltenen Anpassungsmechanismus. Dieser bilde jedoch zum einen nicht die tatsächliche aktuelle Kostenentwicklung ab, zum anderen würden retrospektiv zeitlich weit zurückliegende Daten einbezogen. Nachweislich sei bereits zum jetzigen Zeitpunkt die geltende Quote für die Länder nicht ausreichend. Die gesetzlich verankerte Entlastung der Kommunen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro würde bei Weitem nicht erreicht. Daher fordert der Bundesrat die Ausrichtung der Anpassungsformel an den tatsächlichen Unterkunftskosten. Die Länder betonen, dass nach Berechnungen des Deutschen Landkreistages die Höhe der Bundesbeteiligung - ausgehend von der tatsächlichen Kostenentwicklung - durchschnittlich bei 35,9 Prozent und damit deutlich über der jetzt vorgesehenen Quote liegen müsse.


Kontakt:
Bundesrat
Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Besucherdienst, Eingaben
Leipziger Straße 3-4
10117 Berlin
Telefon: 030 18 9100-0


Fax: 030 18 9100-198
E-Mail: internetredaktion@bundesrat.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Länder fordern eigenständiges Aufenthaltsrecht für gut integrierte Jugendliche Hartz IV-Reform findet im Bundesrat keine Mehrheit
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 17.12.2010 - 22:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 317899
Anzahl Zeichen: 2331

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 290 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Länder fordern höhere Bundesbeteiligung an Wohnkosten für Langzeitarbeitslose"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesrat (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Bundesrat stimmt höherem Bundeszuschuss für Regionalbahnen zu ...
Nur einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat dem Vermittlungsvorschlag vom 14. Oktober 2015 zur Finanzierung des Regionalverkehrs zugestimmt. Das geänderte Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift zugeleitet und kann zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Es erhöht die

Stanislaw Tillich zum Bundesratspräsidenten gewählt ...
Der Bundesrat wählte am 16. Oktober 2015 aus dem Kreis der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder seinen neuen Präsidenten. Die Wahl erfolgte nach einer festgelegten Reihenfolge. Turnusgemäß übernimmt in diesem Jahr der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich das Amt von

Bundeszuschuss für Regionalzüge gesichert ...
In dem langjährigen Streit zwischen Bund und Ländern um die Finanzierung des Regionalverkehrs erzielte der Vermittlungsausschuss am 14. Oktober 2015 nach mehrstündigen Beratungen einen Kompromiss. Für das Jahr 2016 erhöht der Bund die so genannten Regionalisierungsmittel auf 8 Milliarden E


Weitere Mitteilungen von Bundesrat


Koalition lässt alle Fünfe grade sein ...
Koalition lässt alle Fünfe grade sein und will Millionen Hartz-IV-Betroffene zu Jahresbeginn 2011 nicht einmal fünf Euro mehr geben. Das ist nicht hinzunehmen. Die Bundesarbeitsministerin muss ohne Wenn und Aber sichern, dass per Verordnung oder Weisung ab Jahresbeginn wenigstens diese Minierhöh

Hartz IV-Reform findet im Bundesrat keine Mehrheit ...
nder haben in ihrer heutigen Plenarsitzung dem Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen für Hartz-IV-Empfänger nicht zugestimmt. Es kann damit vorerst nicht in Kraft treten. Auf Wunsch der Bundesregierung wird sich nun der Vermittlungsausschuss mit dem Gesetz befassen. Dieser hat direkt im Ansch

Länder fordern eigenständiges Aufenthaltsrecht für gut integrierte Jugendliche ...
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung der Zwangsheirat Stellung genommen. Er fordert, in das Gesetzesvorhaben auch eine Regelung einzufügen, die gut integrierten geduldeten Jugendlichen und Heranwachsenden eine eigene gesicherte

Gerechtere Sitzverteilung im Ausschuss der Regionen ...
Die Länder fordern die Bundesregierung auf, im Rat für eine gerechtere Sitzverteilung im Ausschuss der Regionen einzutreten, die dem Vertrag von Lissabon entspricht. In einer heute gefassten Entschließung betont der Bundesrat, dass sich die Sitzverteilung stärker an der Zahl der vertretenen Bür


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z