Dioxin-Skandal wirft Schlaglicht auf Massentierhaltung.
ID: 323884
Dioxin-Skandal wirft Schlaglicht auf Massentierhaltung.
Berlin: Der erneute Dioxin-Skandal in der Massentierhaltung zeigt, dass die Agrarindustrie ihre selbstproduzierten Risiken nicht in den Griff bekommt. In immer größer werdenden Ställen für Hühner und Schweine werden zunehmend industriell hergestellte Futtermittel eingesetzt. So ist auch im aktuellen Dioxin-Skandal verunreinigte Ware von einem einzigen Futtermittellieferanten in mindestens vier Bundesländern in tausenden Ställen verfüttert worden. Unter dem Konkurrenzdruck zur industriellen Massentierhaltung setzen immer weniger Eier- und Fleischproduzenten selbst hergestelltes Futter ein, obwohl sich auf diese Weise Gefahren entscheidend verringern ließen.
Auch gegen diese Missstände wird ein Bündnis aus 80 Bauern-, Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden am 22. Januar 2011 in Berlin bei einer Demonstration gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft protestieren.
"Das Wachstum der Massentierhaltung und der Futtermittelindustrie vergrößert das Risiko für die Verbraucher. Bei weiter steigenden Rohstoffpreisen begünstigt der Kostendruck zudem Missstände wie die Dioxinpanscherei in Futtermitteln. Staatliche Kontrollen sind trotz der regelmäßig wiederkehrenden Skandale nicht in angemessenem Umfang ausgebaut worden", sagte Jochen Fritz von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).
"Die jetzigen Rückrufaktionen im Handel reichen nicht aus", so Reinhild Benning, Agrarexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Seit mindestens Mitte Dezember liegen erste Dioxin-Hinweise vor. Vermutlich sind viele seither gekaufte Eier und Fleischprodukte noch nicht verspeist. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner darf keinen Moment zögern, die Markennamen und Chargen, die betreffenden Handelsketten und die Zeiträume zu nennen, die belastete Ware betreffen. Es muss eine Rückrufaktion aus dem Kühlschrank geben", sagte Benning.
"Die Verbraucherinnen und Verbraucher fühlen sich angesichts der mangelhaften Informationspolitik der Bundesregierung verraten. Das haben wir satt. Trotz Dioxin und Gentechnik im Futter fördert der Staat das System der Tierfabriken weiter mit unseren Steuergeldern", so Fritz von der AbL.
"Wir rufen dazu auf am 22. Januar mit uns auf die Straße zu gehen. Es ist Zeit für einen grundsätzlichen Wandel in der Agrarpolitik. Agrarfabriken müssen zum Auslaufmodell werden, die Zukunft gehört der bäuerlichen Landwirtschaft. Wir dürfen die Entscheidungen darüber nicht länger der industriehörigen Politik überlassen, sondern müssen jetzt Druck machen", sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND und einer der Initiatoren der Demonstration unter dem Motto "Wir haben es satt" zu Beginn der Grünen Woche in Berlin.
Pressekontakt: Jochen Fritz, Leiter Demonstrationsbüro, Mobil: 0171-8229719, Köpenicker Straße 36/38, 10179 Berlin, Tel. 030-21608621, Fax: 030-21608620, E-Mail: info@wir-haben-es-satt.de; www.wir-haben-es-satt.de bzw. Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. 030-27586-481/-425, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.01.2011 - 15:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 323884
Anzahl Zeichen: 3565
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 225 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Dioxin-Skandal wirft Schlaglicht auf Massentierhaltung."
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bei der gestern Abend vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin durchgeführten Veranstaltung mit dem Titel "Wundermittel Antibiotika - ihr Einsatz im Tierstall und die Folgen für Mensch und Tier" hat der BUND-V
Deutschland muss im Pariser Klimavertrag 100 Prozent erneuerbare Energien und ausreichend Unterstützung für arme Länder veran ...
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser
Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w
Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Vertrag mit Torsten Ankert verlängert ...
Mittwoch, 05. Januar 2011 Nachdem die Kölner Haie am Montag mit Torwart Danny aus den Birken den Vertrag verlängert haben, wurde jetzt auch die Zusammenarbeit mit Torsten Ankert über die Saison hinaus fixiert. Der Verteidiger unterzeichnete ein Arbeitspapier bis 2013. Der 22jährige spielt seit
TAPIR AG vergibt für MS PCE Madeira von PCE drei von fünf möglichen Sternen! ...
Der geschlossene Fonds „MS PCE Madeira“ von PCE investiert in ein gebrauchtes Vollcontainerschiff Baujahr 1994. Das vollständige Rating für diesen geschlossenen Fonds ist unter www.Der geschlossene Fonds „MS PCE Madeira“ von PCE investiert in ein gebrauchtes Vollcontainerschiff Baujahr
Dioxin-Skandal: Vegetarierbund stellt pflanzliche Alternativen zu verseuchten Eiern vor ...
Viele Verbraucher sind durch den aktuellen Dioxin-Skandal verunsichert und suchen nach sicheren Alternativen zu den möglicherweise verseuchten Eiern. Während es ungewiss ist, welche Produkte von welchen Herstellern nun kontaminiert sind, gelten pflanzliche Alternativen zu Hühnereiern als absolut
Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung hat einen neuen Vorstand gewählt ...
Am 12. Dezember 2010 hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. in Marburg einen neuen Vorstand gewählt. Sven-David Müller geht in seine zweite Amtsperiode, denn die Mitglieder wählten den Marburger Ernährungsexperten und Medizinjournali




