Forschungsprojekt Change präsentiert Ergebnisse - Energie sparen an Hochschulen
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Forschungsprojekt Change präsentiert Ergebnisse - Energie sparen an Hochschulen
"Auf dem Change-Portal können sich interessierte Einrichtungen ein Rundum-Sorglos-Paket herunterladen. Vom Poster bis zum Informationsschreiben sind alle notwendigen Materialien dabei. Damit können Hochschulen auch mit wenig Personal eine eigene Kampagne über die Dauer eines Jahres gestalten", fasst Ralf-Dieter Person aus dem Arbeitsbereich Hochschulinfrastruktur der HIS GmbH das Angebot zusammen.
Auch wenn "Change" offiziell noch bis Mitte 2011 läuft, präsentierten die Mitwirkenden schon Ende November auf der Tagung "Faktor Mensch" der Öffentlichkeit wichtige Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit: So zeigen aufwändige Gebäudesimulationsrechnungen im Rahmen von "Change", dass das verhaltensbezogene Einsparpotenzial in Hochschulen 18 % beim Strom und 9 % bei der Wärme beträgt.
Professor Hermann-Josef Wagner von der Ruhr-Universität Bochum beziffert die im Projekt tatsächlich erreichten Einsparungen der beteiligten Hochschulen genau: Während die Verringerung des Wärmeverbrauchs eher moderat ausfällt, gibt es beim Stromverbrauch Einsparungen in Höhe von 7,7 % ? also etwas weniger als die Hälfte des errechneten Maximalwertes. Verglichen mit dem Aufwand für die Maßnahmen der "Change"-Kampagne ist der erzielbare Einspargewinn für die teilnehmenden Hochschulen allerdings beachtlich.
Die verhaltenswissenschaftlichen Befragungen von "Change" zeigen nach der Einschätzung Joachim Müllers von der HIS GmbH aber auch, dass Informationen allein, beispielsweise durch ein Poster, nicht ausreichten, um dauerhaft den Umgang mit Energie im Alltag zu verändern. Professorin Ellen Matthies von der NTNU Trondheim in Norwegen, Leiterin des Forschungsprojekts, betonte in ihrem Vortrag, wie wichtig bei einer Kampagne für die angesprochene Zielgruppe eine regelmäßige Rückmeldung ist. Nur wenn die Angehörigen der Hochschule Einsparmöglichkeiten in der täglichen Praxis bewerten können, lassen sich auch hartnäckige Routinen im Umgang mit Strom und Wärme aufbrechen.
Wenn elektrische Geräte nicht unnötig laufen, das Licht beim Verlassen des Raumes abgeschaltet wird und alle richtig lüften und heizen, so bereitet das kaum Aufwand, bringt aber viel. "Die langfristige Verhaltensänderung über das Ende der Kampagne hinaus ist die große Herausforderung", meint Joachim Müller.
Weitere Informationen
Noch bis Mitte 2011 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung "Change" im Rahmen des Programms "Vom Wissen zum Handeln ? Neue Wege zu nachhaltigem Konsum" der sozial-ökologischen Forschung. Zum Forschungsverbund gehören neben der Ruhr-Universität Bochum auch die HIS GmbH, die EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen, das Sozialforschungsinstitut in-summa sowie zehn weitere Hochschulen als Praxispartner.
Interessierte finden alle relevanten Informationen zur Kampagnengestaltung und über "Change" im gleichnamigen Portal sowie weitere Informationen zum Thema Energie über das HIS-Energieportal .
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Datum: 05.01.2011 - 16:45 Uhr
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