Ministerin Löhrmann: ?Wir vereinfachen den Übergang vom Berufskolleg zur Hochschule?

Ministerin Löhrmann: ?Wir vereinfachen den Übergang vom Berufskolleg zur Hochschule?

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Ministerin Löhrmann: "Wir vereinfachen den Übergang vom Berufskolleg zur Hochschule"



(pressrelations) - Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

"Wir wollen Jugendlichen den Übergang vom Berufskolleg in die Hochschule erleichtern. Der heute unterzeichnete Kooperationsvertrag ist dabei ein Meilenstein. Erstmals in NRW verpflichtet sich eine öffentliche Fachhochschule dazu, an Berufskollegs erbrachte Leistungen pauschal anzuerkennen. So können wir Lernwege sinnvoll verkürzen und sichern die Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen. Ich wünsche mir, dass weitere Regionen diesem Beispiel folgen", erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann heute in Düsseldorf anlässlich der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold.

Die Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass Leistungen, die an den Fachschulen für Wirtschaft mit der Fachrichtung Betriebswirtschaft an den Berufskollegs im Regierungsbezirk Detmold erbracht werden, auf den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld angerechnet werden. Die Anrechnung erfolgt pauschal und in der Regel im Umfang von zwei Semestern bzw. 54,5 Credit Points. Für die Bewertung der anerkannten Module werden Benotungen aus dem Fachschulbildungsgang herangezogen.

Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der FH Bielefeld, erklärte: "Das Studium an der Fachhochschule Bielefeld bezieht seine Attraktivität auch daraus, dass es anspruchsvoll ist. Wer zusätzlich zur Hochschulzugangsberechtigung aber schon über Kompetenzen verfügt, die eigentlich im Studium vermittelt werden, darf nicht zum formalen Abarbeiten von Modulen gezwungen werden. Hier ist eine Anrechnung sowohl unter bildungspolitischen als auch unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll. Der Kooperationsvertrag bezieht sich auf definierte Standardfälle und soll für Absolventinnen und Absolventen bestimmter Weiterbildungen Transparenz und Verlässlichkeit schaffen."

Die Vereinbarung wurde von Schulministerin Sylvia Löhrmann, der Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld, Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, und der Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, im Schulministerium unterzeichnet.



Folgende Berufskollegs aus dem Regierungsbezirk Detmold beteiligen sich:

1.Rudolf-Rempel Berufskolleg, Bielefeld
2.Freiherr v. Stein Berufskolleg, Minden
3.Dietrich Bonhoeffer Berufskolleg, Detmold
4.Berufskolleg Höxter, Höxter
5.Reinhard Mohn Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung, Gütersloh
6.Berufskolleg Lübbecke, Minden-Lübbecke
7.Berufskolleg Schloß Neuhaus, Schloß Neuhaus


Zur Umsetzung der Vereinbarung haben die Fachhochschule Bielefeld, die aufgeführten Berufskollegs und die Bezirksregierung Detmold als obere Schulaufsicht einen Abgleich des BA-Studiengangs Betriebswirtschaft mit den Unterrichtsvorgaben (Lehrplan, didaktische Jahresplanung, Klausuren usw.) der Fachschulen für Wirtschaft mit der Fachrichtung Betriebswirtschaft vorgenommen.

Die Kooperation ist auf die Berufskollegs im Regierungsbezirk Detmold begrenzt, weil die Studentinnen und Studenten von Fachhochschulen in der Regel aus dem regionalen Umfeld kommen. Die Fachhochschule Bielefeld wird den Kreis der Begünstigten im Einzelfall auch auf Fachschulabsolventinnen und -absolventen außerhalb des Regierungsbezirks Detmold ausdehnen.

Nach den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz zur Anrechnung von außerhalb des Hochschulwesens erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf ein Hochschulstudium (vom 28. Juni 2002 und vom 18. September 2008) können bis zu 50 Prozent eines Hochschulstudiums außerhalb des Hochschulwesens erworben und pauschal anerkannt werden.


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Datum: 07.01.2011 - 19:45 Uhr
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