Vom Acker in den Abfall: Ein Drittel der Lebensmittel landet im Müll
ID: 333089
Vom Acker in den Abfall: Ein Drittel der Lebensmittel landet im Müll
Berlin - Zum morgigen Welt-Agrarministergipfel auf der Grünen Woche in Berlin fordert der WWF von den Landwirtschaftsministern der teilnehmenden Staaten, die Vernichtung von Nahrungsmitteln zu bekämpfen. Derzeit wird fast ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel weggeworfen, weil es beispielsweise an vernünftigem Transport, rechtzeitiger Verarbeitung oder Kühlung fehlt. Diese so genannten Nachernteverluste zwischen Landwirt und Verbraucher belasten nach Angaben des WWF die Umwelt unnötig und verschlimmern die weltweite Ernährungskrise.
"Die Agrarlobby redet immer davon, die Produktion auszuweiten: Mit mehr Pestiziden, mehr Gentechnik, mehr gerodetem Wald für neue Äcker", kritisiert WWF-Agrarexperte Matthias Meißner. "Dabei müssen wir zuerst die dutzenden Lecks stopfen, die unser Ernährungssystem hat. Wir können es uns nicht leisten, so viel Essen zu verschwenden, weder moralisch noch ökologisch."
Nach wissenschaftlichen Schätzungen erzeugt die Landwirtschaft weltweit 4.600 Kilokalorien pro Tag und Mensch. Davon erreichen 1.400 Kalorien niemals einen Magen. "In schlecht entwickelten Ländern verlieren wir Essen durch falsche oder fehlende Lagerung und Verarbeitung", so Meißner. "Dort müssen die Handelsströme verbessert werden." In den reichen Industrienationen dagegen gehe es um einen Bewusstseinswandel: "Wir schmeißen Lebensmittel weg, die eigentlich noch essbar wären. Dies gilt für Supermärkte genauso wie für den Privathaushalt." Allein in Großbritannien wanderten 14 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich aus Warentheke oder Kühlschrank direkt in den Müll.
Der WWF fordert die Agrarminister auf, den Aufbau vernünftiger Transport und Verarbeitungsstrukturen in die Hand zu nehmen und dafür Geld bereitzustellen. Daneben müsse es gesetzliche Vorgaben für den Handel und Verbraucheraufklärung geben.
Verbrauchern rät WWF-Experte Meißner, planvoll einzukaufen und kein Essen wegzuwerfen. "Das würde helfen, die für 2050 vorhergesagten drei Milliarden Menschen mehr zu ernähren, ohne unseren ökologischen Fußabdruck über Gebühr zu vergrößern."
Ihre Ansprechpartner sind:
WWF Zentrale in Berlin
Jörn Ehlers, Leiter der Pressestelle
Tel.: 030 308742-12
joern.ehlers@wwf.de
Astrid Deilmann
Tel.: 030 308742-22
astrid.deilmann@wwf.de
WWF Büro Frankfurt
Christian Plaep
Tel.: 069 79144-214
christian.plaep@wwf.de
Roland Gramling
Tel.: 069 79144-216
roland.gramling@wwf.de
Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz, Hamburg
Britta König
Tel. 040 530200-118
britta.koenig@wwf.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 21.01.2011 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 333089
Anzahl Zeichen: 3262
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 271 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vom Acker in den Abfall: Ein Drittel der Lebensmittel landet im Müll"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l
Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw
Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor
Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature
NRW Leistungsschau rund um die Batterietechnik: 2. Batterietag NRW 2011 am 28.2. in Aachen ...
nehmende Elektrifizierung des mobilen Antriebs wird erhebliche Auswirkungen auf den Markt für Batterien und Komponenten haben. Auch bei der Netzintegration von Strom aus erneuerbaren Energien, wie Wind- oder Solarenergie, kann die Batterietechnik einen wichtigen Beitrag liefern. Welche Technologien
Cofely Refrigeration auf der ISH 2011: flexible und umweltfreundliche Kälteneuheiten ...
Lindau, 21. Januar 2011 - Auf der diesjährigen ISH, Weltleitmesse für umweltfreundliche Gebäudetechnik und innovatives Bad-Design, in Frankfurt am Main präsentiert sich die Klima-, Kälte- und Lüftungsbranche im Bereich "Aircontec". Hier zeigt Cofely Refrigeration vom 15. bis 19. Mär
Cofely Refrigeration auf der ISH 2011: flexible und umweltfreundliche Kälteneuheiten ...
Auf der diesjährigen ISH, Weltleitmesse für umweltfreundliche Gebäudetechnik und innovatives Bad-Design, in Frankfurt am Main präsentiert sich die Klima-, Kälte- und Lüftungsbranche im Bereich ?Aircontec?. Hier zeigt Cofely Refrigeration vom 15. bis 19. März 2011 die neuesten Entwicklungen b
72 Prozent aller Haushalte von Strompreiserhöhungen betroffen ...
(ddp direct) München, 21. Januar 2011 Seit Jahresbeginn haben 609 Stromanbieter Erhöhungen ihrer Grundversorgungstarife durchgesetzt oder angekündigt. Davon betroffen sind ca. 33,5 Millionen Haushalte und somit rund 72 Prozent aller Haushalte in Deutschland. Dies ergab eine deutschlandweite An




