Innovative Techniken statt billiger Arbeitskraft

Innovative Techniken statt billiger Arbeitskraft

ID: 35775

Anstatt auf Auslagerung von Entwicklungen in so genannte Billiglohnländer setzt das kleine Software- und Beratungsunternehmen SYNLOGIC auf Modellgetriebene Architekturen.



(firmenpresse) - Die SYNLOGIC AG feierte im Juni ihr 20-jähriges Firmenbestehen. Auf dem stark umkämpften Markt von Software- und IT-Beratern hat sich das kleine Informatikunternehmen (Umsatz 2006: 5,7 Mio. CHF) mit seinen 37 Mitarbeitern profiliert und etabliert. SYNLOGIC berät und unterstützt Unternehmen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe neuer Informationstechnologien, welche sie im Kundenauftrag individuell entwickelt oder auf der Basis von marktführenden Standardlösungen bei Kunden implementiert.
Die Verwurzelung in der Schweiz ist für Geschäftsführer Dr. Ernst Lebsanft nicht nur Lippenbekenntnis. So setzt er auch bei der Entwicklung der Prozessmanagement-Software „Income Suite“, auf den heimischen Standort. Während viele Softwareunternehmen die Entwicklungsarbeiten oder erhebliche Teile davon im Ausland in Auftrag geben, arbeitet das Entwicklerteam vollständig an den drei SYNLOGIC-Standorten Allschwil bei Basel, Zürich und Bern. „Die Erfahrungen haben gezeigt, dass das Outsourcing von Entwicklungsleistungen zwar auf den ersten Blick wegen der niedrigen Lohnkosten attraktiv erscheint, aber die zwangsläufig höheren Opportunitätskosten eines solchen Projektes diese Vorteile wieder auffressen können“, so Michael Jung, verantwortlicher Produktmanager.
Anstatt mit billiger Arbeitskraft punktet man hier mit modernen und effizienten Techniken, durch die Kosten im Rahmen gehalten werden sollen. Income 5, das eine komplette Neuentwicklung auf der Grundlage des seit 1993 eingeführten BPM-Werkzeuges darstellt, wird mit der „modellgetriebenen Softwareentwicklung“ (Model driven development) erstellt. „Wir fassen unser Fachwissen in ein graphisches, formales Fachmodell zusammen und generieren daraus den Code“, erklärt Entwickler Nicolas Cabanis. Die Vorteile liegen in einem leicht zu erweiternden und leicht auf Fehler zu überprüfenden Code, der automatisch den Architekturregeln entspricht. Darüber hinaus verwenden die Entwickler Komponenten, die selbst modellgetrieben funktionieren, wie beispielsweise das Graphical Modeling Framework von der Eclipse Foundation. „Wir sind überzeugt davon, dass das Entwicklungsprojekt effizienter gemanagt und letztendlich kostengünstiger durchgezogen werden kann, wenn wir Income 5 hier vor Ort programmieren“, so Ernst Lebsanft. Denn wer hoffe, mit auf dem ersten Blick preiswerter Arbeitskraft im näheren oder ferneren Osten Kosten zu reduzieren, habe mitunter hohe Folgekosten: Dann nämlich, wenn die Ergebnisse nicht dem Geplanten entsprechen.


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Datum: 24.09.2007 - 09:45 Uhr
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