Atomkraft abschalten, auf Windenergie umschalten!
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BWE will mehr Wind- statt Atomstrom in Bayern und fordert Abbau der Hemmnisse für erneuerbare Energien
Landesvorsitzender Günter Beermann forderte die bayerische Staatsregierung deshalb auf, den Worten Taten folgen zu lassen. "Der Umstieg auf erneuerbare Energien müsse jetzt schneller umgesetzt werden, als bisher geplant, hat Bayerns Umweltminister Söder angesichts der Atomkatastrophe in Japan verlangt. Die heimische Windbranche ist bereit und auch in der Lage, jetzt rasch einen substanziellen Beitrag zum Ausbau des Öko-Strom-Anteils zu leisten", erklärte Beermann.
Allerdings müsse auch die Staatsregierung ihre Bereitschaft zeigen, mit dem Abschalten eines ersten AKW die erneuerbare Energieversorgung auf den Weg zu bringen. "Noch fristet die Nutzung der Windenergie hier ein Schattendasein", kritisiert der BWE-Bayern. Denn nicht einmal ein Prozent der bayerischen Stromversorgung wird heute aus Wind gewonnen. Andere "Binnen-Bundesländer" haben schon einen Wind-Anteil von über 30 Prozent an der Stromerzeugung.
"Noch immer gibt es bei uns aber massive Hemmnisse , die das Umschalten auf regenerative Energien erschweren", kritisierte der BWE-Landesvorsitzende. So sei der Ausbau der Windenergie beispielsweise nicht als Ziel in der bayerischen Landesplanung verankert. Und noch immer werde in Bayern der Landschaftsschutz gegen den Klimaschutz ausgespielt.
Für Beermann steht außer Zweifel, dass die Windenergie auch in Bayern ein riesiges Potenzial und eine große Zukunft haben wird. Um das Potenzial nutzen, schlägt der BWE ein ambitioniertes Ausbauprogramm vor. Es soll dafür sorgen, dass binnen zehn Jahren zehn Prozent der bayerischen Stromversorgung aus Windkraft abgedeckt werden.
Nach Meinung des Windkraftverbands spricht eine ganze Reihe von Vorteilen für diese vermehrte Nutzung der Windenergie in Bayern:
- Erzeugung großer Mengen an Strom ohne "Restrisiko"
- minimaler Flächenbedarf
- viele Arbeitsplätze in Zulieferindustrie
- dezentrale Energieversorgung
- positive Klimabilanz, keine negativen Umweltauswirkungen
- regionale Wertschöpfung und Gewerbesteuereinnahmen
- keine Einschränkungen für Land- und Forstwirtschaft.
Christoph Markl-Meider, BWE-Bayern Presse
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Datum: 15.03.2011 - 16:23 Uhr
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