Bevölkerung der Elfenbeinküste wird zum Opfer des Konflikts
ID: 368481
Bevölkerung der Elfenbeinküste wird zum Opfer des Konflikts
Nur ein einziges Krankenhaus in Abobo bei Abidjan, in dem etwa zwei Millionen Menschen leben, funktioniert noch normal. Die Gewalt in der Gegend hat die meisten Angestellten in den anderen beiden Distrikt-Krankenhäusern zur Flucht gezwungen. Seit Ende Februar bietet Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium medizinische Nothilfe im Krankenhaus Abobo Süd an.
"Innerhalb von zwei Wochen haben wir 129 Menschen in der Notaufnahme behandelt, darunter 81 Patienten mit Verletzungen durch Schusswaffen und Messer. 31 schwere Fälle mussten wir operieren", berichtet Mego Terzian, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen. Das Team hat die Anzahl der Betten von zwölf auf 20 erhöht, um Raum für die steigende Zahl an Patienten zu schaffen.
Die Menschen haben Angst, ihre Häuser zu verlassen und Hilfe im Krankenhaus zu suchen. Es ist gefährlich, in der Hauptstadt unterwegs zu sein, da es immer wieder Gewaltausbrüche und Straßenblockaden durch junge Männer mit Knüppeln und Macheten gibt. Die unsichere Lage hat gleichzeitig zur Flucht vieler Bewohner geführt. In den vergangenen Wochen haben Vertriebene aus Abidjan Zuflucht in rund 20 Lagern gesucht. Die medizinische Situation in diesen Lagern ist ungewiss.
Die Auseinandersetzungen haben auch im Westen des Landes große Fluchtbewegungen ausgelöst. Mehr als 82.000 Menschen haben im benachbarten Liberia Zuflucht gesucht, 45.000 allein in den vergangenen drei Wochen. Seit Dezember arbeiten Teams von Ärzte ohne Grenzen in Liberia und im Westen der Elfenbeinküste. Sie bieten eine Basisversorgung in Gesundheitseinrichtungen an, die von den Mitarbeitern verlassen worden sind und in denen Medikamente fehlen. Das Wiederaufflammen der Kämpfe in den vergangenen Tagen hat die Situation für die Bevölkerung weiter verschlechtert.
"In einer Situation, in der der Zugang der Menschen zu Behandlung so schwierig ist und viele Menschen auf der Flucht sind, muss es für unsere Teams möglich sein, die Bevölkerung zu erreichen. Das ist auch wichtig, um mögliche Krankheitsausbrüche zu erkennen und rechtzeitig eingreifen zu können", sagt der Koordinator des Noteinsatzes von Ärzte ohne Grenzen, Renzo Fricke.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Pressestelle:
Stefan Dold
Tel.: 030 - 700 130 230
stefan.dold@berlin.msf.org
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 16.03.2011 - 20:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 368481
Anzahl Zeichen: 3209
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 305 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bevölkerung der Elfenbeinküste wird zum Opfer des Konflikts"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ärzte ohne Grenzen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die australische Internierungspolitik verursacht bei den Geflüchteten auf Nauru exzessive psychische Probleme. Zu diesem Ergebnis kommt der heute von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Canberra vorgestellte Bericht "Indefinite Despair". Demnach hatten 30 Prozent der 208 von Ã
Rettungsschiff Aquarius:Ärzte ohne Grenzen weist Vorwürfe der illegalen Müllentsorgung zurück ...
Wegen angeblicher Fehler bei der Entsorgung von Bordabfällen haben die italienischen Justizbehörden beantragt, das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff Aquarius zu beschlagnahmen. Ärzte ohne Grenzen verurteilt diese Entscheidung aufs Schärfste. Es handelt si
Zentralafrikanische Republik: Ärzte ohne Grenzen verurteilt Gewalt gegen Zivilisten Mehr als 50 Patienten mit Macheten- und Schusswunden behandelt ...
Nach erneuten gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden der Zentralafrikanischen Republik verurteilt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Mitarbeiter der Organisation haben in der etwa 325 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui gelegenen Stadt Bouca sei
Weitere Mitteilungen von Ärzte ohne Grenzen
Krankenhaushygiene light reicht nicht aus ...
hat heute Krankenhaushygiene light beschlossen. Das ist - wie so oft - halbherzig und reicht angesichts von über 600 000 im Krankenhaus erworbenen Infektionen mit bis zu 100 Toten täglich nicht aus", erklärt Martina Bunge zum Beschluss des Bundeskabinetts zum Gesetz zur Krankenhaushygiene. D
Hortensien nicht als Rauschdrogen missbrauchen ...
undesapothekerkammer warnt davor, Bestandteile von Hortensien als Rauschmittel zu rauchen. Die Pharmazeutische Zeitung berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von zunehmenden Diebstählen und beruft sich dabei auf das Landeskriminalamt Niedersachen. Als Zierpflanzen sind Hortensien harmlos. Werden die
Längste grüne Wunschkette Deutschlands: Knorr startet Mitmachaktion ...
Tina aus Frankfurt wünscht sich mehr Grünflächen, auf denen Kinder spielen können, Stefan aus Hamburg würde sich über einen Öko-Bauernhof mitten in der Stadt freuen und Lars über das Umsteigen auf erneuerbare Energien. Die Deutschen machen sich zunehmend Gedanken über unsere Umwelt - nicht
Liegezone warnt: Frauen brauchen mehr Schlaf ...
Stuttgart, 16.03.11 - Liegezone führt den Matratzen-Onlineshop www.liegezone.de. In diesem erhält man alles für die moderne Schlafzimmereinrichtung. Die Leiterin der Service-Abteilung Mariska von Hohenhofen achtet sehr auf ihren Schlaf, denn ihre Gesundheit ist ihr wichtig. Forscher der Universit




