Übergangssystem muss auf den Prüfstand
ID: 380644
Übergangssystem muss auf den Prüfstand
Das Kabinett berät am Mittwoch über den Berufsbildungsbericht 2011. Hierzu erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht:
"Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Mit unzähligen Programmen versuchen Bund und Länder seit der Lehrstellenkrise unter Rot-Grün unversorgte Ausbildungsplatzbewerber zu qualifizieren ? mit mäßigem Erfolg. Viele, die unter Bundeskanzler Gerhard Schröder die Schule verlassen haben, sind heute noch immer ohne Berufsabschluss und arbeitslos. Bei ihnen hat das Übergangssystem versagt. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.
Das gesamte Übergangssystem gehört auf den Prüfstand. Die Überprüfung und Konsolidierung hat für unsere Arbeitsgruppe höchste Priorität. Ein ?Weiter So? können wir gegenüber den Jugendlichen und auch den Steuerzahlern nicht verantworten. Glücklicherweise wird das Lehrstellenangebot auch 2011 wieder so gut sein, dass sogar schwächere Schulabgänger und Altbewerber eine Chance erhalten werden. Diejenigen, für die es aber dennoch nicht reicht, verdienen eine passgenaue Hilfe mit Perspektive.
Außerdem müssen wir uns stärker um diejenigen kümmern, die in ihrer Ausbildung zu scheitern drohen. Es ist nicht akzeptabel, dass bei uns jeder Fünfte seine Ausbildung abbricht, in der Schweiz beispielsweise aber nur jeder Zehnte. Wie in der Schweiz brauchen wir für Auszubildende mit besonderen Problemlagen von Anfang an intensive Begleitung. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, kommt jede Hilfe zu spät.
Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie den Wildwuchs beseitigt und ressortübergreifend sowie mit den Ländern jedes Programm auf den Prüfstand stellt und am Ende zu einem erfolgreichen und transparenten System kommt. Jeder Jugendliche verdient eine konkrete Perspektive."
Hintergrund:
Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Erwerbstätigkeit im Lebenszyklus zeigt, dass bei den jungen Menschen in Deutschland die Arbeitsmarkt- und Bildungsteilhabe mit zunehmendem Alter nicht zu-, sondern abnimmt.
So ist bei den 15- bis 19-Jährigen der Anteil derjenigen, die nicht mehr die Schule besuchen, keiner Ausbildung nachgehen und auch keinen Arbeitsplatz haben, mit 3,7 Prozent äußerst gering. Schon in der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen steigt der Wert auf 14 Prozent, bei den jungen Erwachsenen zwischen 25 und 29 Jahren auf 17 Prozent.
Im Januar haben das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Bertelsmann-Stiftung eine Studie zum Thema "Reform des Übergangs von der Schule in die Berufsausbildung" vorgelegt. Sie kommt zu den Ergebnissen:
- Auch in Zukunft wird ein Übergangssystem unverzichtbar sein.
- Im Übergangssystem gibt es zu viele verschiedene Maßnahmen und Bildungsgänge.
- Die finanziellen Mittel und das Personal im Übergangssystem müssen effektiver eingesetzt werden.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 04.04.2011 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 380644
Anzahl Zeichen: 3442
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 311 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Übergangssystem muss auf den Prüfstand"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU-Fraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitergehendende Datensammlung ist kontraproduktiv Der Bundesrat stimmt am morgigen Freitag über das vom Bundestag beschlossene 16. Arzneimittelgesetz ab. Das Gesetz dient der Optimierung und Senkung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Dazu erklären der Vorsitzende der AG Er
Markttransparenzstelle ...
Ein kleiner Schritt für die Politik, ein großer Schritt für die Verbraucher Der Deutsche Bundestag beschließt am heutigen Donnerstag die Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Mit der Verordnung wird die Marktbeobachtung im Kraftstoffbereich konkretisiert sowie die Transpar
?Tag des Waldes? im Zeichen der Nachhaltigkeit ...
Nicht mehr Holz schlagen als nachwächst Der 21. März ist traditionell der "Tag des Waldes". Ihn hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Dazu erklären der V
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion
Zukunftsorientierte Landwirtschaft nötig zur Sicherung der Welternährung ...
Erhebliche Produktionspotenziale liegen in den Entwicklungsländern brach Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat sich heute im Rahmen einer Anhörung intensiv mit der Frage der Welternährung, den Ursachen für Hunger und möglichen Lösungsansätzen beschäftig
TÖREN: Verhängte Strafe gegen vietnamesischen Dissidenten nicht hinnehmbar ...
BERLIN. Zur Verurteilung des Regimekritikers Cu Huy Ha Vu in Vietnam erklärt der Menschenrechtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion Serkan TÖREN: Die FDP-Bundestagsfraktion kritisiert das Gerichtsurteil gegen den vietnamesischen Menschenrechtsanwalt und Regimekritiker Cu Huy Ha Vu. Die verhäng
Chinas wahres Gesicht? ...
"Die Verhaftung ist ein politischer Skandal und eine Brüskierung der deutsch-chinesischen Kulturarbeit", erklärt Luc Jochimsen zur Festnahme des berühmten chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter: "Freitag und Samstag hat
Erstes Schlaganfallnetz mit einheitlichen Qualitätsstandards ...
München - Das STENO-Netz in Nordbayern ist das erste Schlaganfallnetz im Freistaat mit einem einheitlichen Qualitätsmanagement. "Das neue Qualitätsmanagement ist vorbildlich. Es sichert die hochwertige medizinische Versorgung der Patienten nach einheitlichen Standards", betonte Dr. Ma




