Osteoporosetherapie: Warum Kalzium nur das A und nicht das O ist
Neues Wissensmodul „Ernährungsmedizin“ erhältlich
Aachen (fet) – Kalzium gilt als das A und O in der Osteoporosetherapie. Ohne Zweifel ist es für den Knochenaufbau unerlässlich. Um dieses im Knochenstoffwechsel richtig verwerten zu können, sind aber noch eine Reihe weiterer Nährstoffe notwendig.
Wissensmodul: Ernährungsmedizin (© FET e.V.)(firmenpresse) - Schätzungsweise zehn Millionen Deutsche leiden an krankhaftem Knochenschwund - der Osteoporose. Die damit verbundene Anfälligkeit für Knochenbrüche sowie schmerzhafte Knochenabnutzungen belasten die Betroffenen wie auch das Gesundheitssystem gleichermaßen. Zur Vorbeugung hilft hier nur ein guter Knochenaufbau in jungen Jahren. Bereits Kinder lernen daher, wie wichtig Kalzium für gesunde Knochen ist. Allerdings verhilft das Mineral allein nicht zu einem festen Knochengerüst. Um Kalzium für den Knochenaufbau verwerten zu können und diesen nicht nur Festigkeit, sondern auch Elastizität zu verleihen, benötigt der Körper noch eine Reihe anderer Mineralstoffe, Vitamine und Eiweißbausteine – ein Fakt, der bislang bei der Vorbeugung und in der Therapie zu wenig Beachtung findet.
Um Kalzium ausreichend in die Knochen einbauen zu können, benötigt der Körper Magnesium. Gerade in kalziumreichen Milchprodukten ist dieses nur geringfügig enthalten. Grünes Blattgemüse wie Spinat oder Mangold weisen ein besseres Verhältnis der beiden Mineralstoffe auf. Auch Vollkornbrot, insbesondere mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen, sowie Nüsse und Hülsenfrüchte tragen zu einer angemessenen Aufnahme bei. Diese enthalten zudem Silizium, dessen Bedeutung für die Knochenmineralisierung durch jüngere Forschungsergebnisse immer deutlicher wird.
Ein Spaziergang in der Sonne bringt nicht nur Bewegung, die den Knochenaufbau fördert, sondern sorgt auch für die Bildung von Vitamin D. Dieses ist unerlässlich für die Aufnahme von Kalzium im Darm und stimuliert gleichzeitig die Bildung knochenfördernder Eiweiße, die für ausreichend Elastizität des Knochens sorgen. Hierfür ist ebenso Vitamin K essenziell, welches vor allem in grünem Gemüse wie Brokkoli, Kohl und Spinat vorkommt.
Auch Eiweiße tragen zum Aufbau der Knochen bei. Besonders die Eiweißbausteine Lysin und Arginin spielen hier eine wesentliche Rolle. Lysin fördert die Bereitstellung von Kalzium aus dem Darm und den Nieren. Arginin ist Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid und stimuliert die Freisetzung von Wachstumshormonen. Beide Faktoren tragen ebenfalls zum Knochenwachstum bei.
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Redaktion: Dipl.troph. Christine LangerWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 07.04.2011 - 17:02 Uhr
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Freigabedatum: 08.04.2011
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