Wege zu tariflichen Mindestlöhnen erleichtern
ID: 384165
Wege zu tariflichen Mindestlöhnen erleichtern
Mindestarbeitsbedingungengesetz muss ohne Einschränkung als geltendes Recht angewendet werden Der schleswig-holsteinische Arbeitsminister Heiner Garg von der FDP hat seine Partei aufgefordert, sich für Lohnuntergrenzen zu öffnen. Dazu erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling:
"Wir begrüßen die Bereitschaft der FDP, über bundesweit einheitliche Lohnuntergrenzen zu sprechen. Damit unterstützt auch die FDP die klare Zielsetzung des Koalitionsvertrags, die wir nun konkret umsetzen sollten. Dabei geht es um eine einfache, praxisnahe Anwendung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und des Mindestarbeitsbedingungengesetzes. Da es sich ausschließlich um politische Verabredungen handelt, sind gesetzliche Änderungen hierfür nicht erforderlich.
Das Mindestarbeitsbedingungengesetz muss ohne Einschränkung als geltendes Recht angewendet werden. Damit Tarifverträge auf dem Verordnungsweg allgemeinverbindlich werden können, müssen für die Befassung des Tarifausschusses allein die im Arbeitnehmer-Entsendegesetz vorgesehenen Voraussetzungen gelten. Das heißt: Stimmen mindestens vier Ausschussmitglieder für den Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung oder gibt der Tarifausschuss innerhalb von drei Monaten keine Stellungnahme ab, kann eine Rechtsverordnung erlassen werden. Stimmen zwei oder drei Ausschussmitglieder für den Antrag, kann eine Rechtsverordnung nur von der Bundesregierung erlassen werden. Einer für alle Anträge von Tarifparteien zwingenden Mehrheit oder gar Einstimmigkeit im Tarifausschuss bedarf es nicht.
CDU/CSU bekennen sich nachdrücklich zur Tarifautonomie und damit auch zu den von den Tarifparteien festgesetzten Mindestlöhnen. Die Politik hat die Pflicht, gemeinsam mit den Sozialpartnern darauf hinzuwirken, dass Tarifautonomie möglich und lebbar bleibt. Bewährt haben sich tariflich vereinbarte Mindestlöhne, die Aufnahme bestimmter Branchen in das Arbeitnehmer- Entsendegesetz und die Anwendung des Instruments der Allgemeinverbindlichkeitserklärung. Sie sind geeignete Mittel, um Lohndumping zu verhindern."
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.04.2011 - 19:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 384165
Anzahl Zeichen: 2538
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 321 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wege zu tariflichen Mindestlöhnen erleichtern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU-Fraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitergehendende Datensammlung ist kontraproduktiv Der Bundesrat stimmt am morgigen Freitag über das vom Bundestag beschlossene 16. Arzneimittelgesetz ab. Das Gesetz dient der Optimierung und Senkung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Dazu erklären der Vorsitzende der AG Er
Markttransparenzstelle ...
Ein kleiner Schritt für die Politik, ein großer Schritt für die Verbraucher Der Deutsche Bundestag beschließt am heutigen Donnerstag die Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Mit der Verordnung wird die Marktbeobachtung im Kraftstoffbereich konkretisiert sowie die Transpar
?Tag des Waldes? im Zeichen der Nachhaltigkeit ...
Nicht mehr Holz schlagen als nachwächst Der 21. März ist traditionell der "Tag des Waldes". Ihn hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Dazu erklären der V
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion
Westerwelle hat alle Autorität verloren ...
Die Vorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, übt scharfe Kritik an der "wirren Libyen-Politik der Bundesregierung" . Lötzsch lehnt für ihre Partei die bewaffnete internationale Intervention in Libyen und den Einsatz deutscher Soldaten ab. Sie erklärt: Erst wollte die Bundesregierung
Flüchtlingsaufnahme ohne System ...
"Die Aufnahme von Flüchtlingen von Fall zu Fall ist Flickschusterei", so Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Ankündigung des Bundesinnenministers Friedrich, 100 afrikanische Flüchtlinge aus Malta aufnehmen zu wollen. Ulla Jelpke weiter: "Bundesinn
Brüderle: Aufwärtstrend der deutschen Außenwirtschaft stärkt den Aufschwung ...
Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Außenhandel erklärt der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Das florierende deutsche Auslandsgeschäft stärkt den anhaltenden Wirtschaftsaufschwung. Die saisonbereinigten Ausfuhrzahlen li
SPD will die Finanzierung des Breitensports im neuen Gluecksspielstaatsvertrags sichern ...
Zur Einigung der Ministerpraesidenten auf Eckpunkte der Novelle des Gluecksspielstaatsvertrags erklaert die stellvertretende sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Sabine Baetzing-Lichtenthaeler: Mit Sorge hat die Arbeitsgruppe Sport der SPD-Bundestagsfraktion die Entscheidung de




