Asse-Strahlenwerte: Atomenergie ist nicht beherrschbar
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Asse-Strahlenwerte: Atomenergie ist nicht beherrschbar
Anlaesslich der aktuellen atom- und energiepolitischen Diskussionen erklaert der stellvertretende energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Buelow:
Die Funde von massiv radioaktiv verstrahlter Lauge in der Asse zeigen einmal mehr, dass Atomenergie nicht beherrschbar ist - auch in Deutschland nicht. Neben den Sicherheitsrisiken von Atomkraftwerken, geht auch von der immer noch ungeklaerten Endlagefrage Gefahr aus. Auch ohne schwerwiegende Unfaelle hinterlaesst uns die Atomenergie mit radioaktivem Muell eine riesige Gefahrenquelle.
Eine wirkliche Energiewende ist etwas anderes als der magere 6-Punkte-Plan von Herrn Roettgen und Bruederle. Die SPD-Bundestagsfraktion hat mit dem "Programm fuer eine nachhaltige, bezahlbare und sichere Energieversorgung" ein substantielles Konzept vorgelegt, mit dem wir nicht nur den Weg fuer einen zuegigen Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergie weisen, sondern auch eine Energieversorgung auf Basis von 100 Prozent Erneuerbarer Energien erreichen koennen, die fuer die Menschen bezahlbar bleibt und versorgungssicher ist.
Fuer uns ist klar, dass die Erneuerung des Kraftwerksparks und die Entwicklung des Energiemixes in Deutschland im Einklang mit unseren Klimaschutzzielen erfolgen muss. Wir machen in unserem Programm deutlich, dass aufgrund des Emissionshandels und der Klimaschutzziele ein Zubau von fossilen Grosskraftwerken, abgesehen von denen die schon im Bau oder in Planung sind, nicht notwendig ist.
Die Kompensation von Atomenergie und fossilen Energien durch 100 Prozent Erneuerbare Energien und eine massive Steigerung der Energieeffizienz ist schneller moeglich als es manche wahrhaben wollen, das haben unzaehlige Gutachten bewiesen. Auf dem Weg in das Regenerative Zeitalter darf nicht vergessen werden, dass neben dem Ausbau der Windkraft auf hoher See (Offshore) auch an Land noch ein riesiges Potential fuer Erneuerbare Energien besteht. Es gilt, langfristig auf eine dezentrale Energieerzeugungsstruktur zu setzen.
Der Umbau des Energieversorgungssystems kostet Geld. Er erspart uns aber auch viele Folgekosten und schafft zukunftsfaehige Arbeitsplaetze. Und vor allem kostet er uns - wie es Franz Alt so treffend formulierte - eines nicht: die Zukunft.
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Datum: 15.04.2011 - 15:45 Uhr
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