Fuer einen 'Hochschulpakt Plus'
ID: 397281
Fuer einen "Hochschulpakt Plus"
Zur aktuellen Diskussion ueber das Studienplatzangebot erklaert der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz:
Eine Weiterentwicklung des Hochschulpaktes von Bund und Laendern ist dringend noetig. Wir haben darum ein Konzept fuer einen "Hochschulpakt Plus" vorgelegt. Erstens soll der Hochschulpakt ausgeweitet und zweitens verlaengert werden. Darueber hinaus wollen wir drittens auch die Einrichtung von Master-Studienplaetzen foerdern. Und wir wollen viertens eine neue Saeule errichten, naemlich mit einem "Abschluss-Bonus" fuer die Hochschulen Betreuung und gute Lehre unterstuetzen.
Zwar haben Bund und Laender in Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und die starke Inanspruchnahme des Hochschulpaktes I reagiert und den Hochschulpakt ausgeweitet. Doch die steigende Nachfrage ist weiterhin nicht realistisch einbezogen. Prognosen zufolge wird bis 2015 eine Luecke von bis 200.000 Studienplaetzen entstehen. Bis 2020 koennte sich die Luecke auf 500.000 vergroessern, wenn nicht gegengesteuert wird. Wir wollen darum die Deckelung des Paktes aufheben, damit alle Hochschulen die Sicherheit haben, dass sie Hochschulplaetze nach Bedarf finanziert bekommen, und den Hochschulpakt bis zum Jahr 2020 festschreiben. Damit erhalten auch die Studierwilligen unser Versprechen, dass ihnen der Weg zum Studium offensteht.
Darueber hinaus wollen wir den Hochschulpakt erweitern. Der Bund sollte sich nicht einzig darauf konzentrieren, Plaetze fuer Studienanfaenger zu schaffen, sondern sich auch fuer den weiteren Studienverlauf verantwortlich zeigen. Es hilft nichts, die Leute in ein Studium zu bringen, wenn sie aufgrund fehlender Beratung und Betreuung nach wenigen Semestern Pruefungen nicht bestehen. Und wer den Bachelor schafft und einen Master draufsetzen will, sollte auch die Chance dazu erhalten. Hier sind an vielen Stellen Maengel erkennbar, die sich in den kommenden Jahren verschaerfen werden, wenn wir nicht gegensteuern.
Wir schlagen darum die Einfuehrung eines "Abschluss-Bonus" fuer Hochschulen als Anreiz fuer gute Lehre vor. Auf diesem Weg wuerden jaehrlich ansteigend zusaetzliche Mittel in die Betreuung der Studierenden fliessen. Ab 2016 wuerde das etwa eine Milliarde Euro zusaetzlich ausmachen. Um den Ausbau der Master-Studienplaetze zu unterstuetzen, soll der Abschluss-Bonus fuer Master-Absolventen als Sonderprogramm in doppelter Hoehe ausgezahlt werden.
Mit diesem konkreten Konzept wuerden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wir fordern Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf, die zweite "Nationale Bologna-Konferenz" mit konkreten Taten statt nur warmen Worten zu gestalten. Dieses Konzept bietet eine gute Grundlage dafuer.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 02.05.2011 - 18:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 397281
Anzahl Zeichen: 3256
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 247 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fuer einen 'Hochschulpakt Plus'"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat heute bekanntgegeben, welche Livemusikspielstätten durch das Bundesschallschutzprogramm gefördert werden. Das Pilotprogramm unterstützt von der Jury ausgewählte Musikclubs und Festivals in ganz Deutschland dabei, wichti
Archive bewahren unser Gedächtnis - und brauchen selbst eine sichere Zukunft ...
Der 9. Juni ist der Internationale Tag der Archive. Sie bewahren das Gedächtnis der Gesellschaft, sie sichern Transparenz und Forschung. Trotz Digitalisierung und knapper Ressourcen sind Archive unverzichtbar im Kampf gegen Desinformation und für historisches Lernen. Nancy Faeser, zuständige Ber
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein ...
Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher: Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. "Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
ThyssenKrupp Metal Forming: Verkaufsvertrag mit Gestamp unterschrieben ...
Am Freitag, 29. April 2011, wurde der Vertrag über die Übertragung der Metal Forming Gruppe von ThyssenKrupp an die spanische Gestamp Automoción S.L. unterzeichnet. Nun müssen die Wettbewerbsbehörden noch grünes Licht geben. Damit wird im Laufe des Sommers gerechnet. Die Aufsichtsräte der T
Schaeuble muss Bankenabgabe sicherstellen ...
Zu den sinkenden Aufkommenserwartungen 2011 fuer die Bankenabgabe erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poss: Die SPD hat noch im April im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages beantragt, die Zumutbarkeitsgrenze bei der Erhebung der Bankenabgabe von 15 a
'Warnschussarrest' ist Unsinn ...
Anlaesslich der Plaene der Bundesjustizministerin zur Einfuehrung des sogenannten Warnschussarrestes fuer junge Straftaeter erklaert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht: Die SPD-Bundestagsfraktion lehnt den "Warnschussarrest ab. Es ist Unsinn, nebe
Kongress 'Jenseits des Wachstums?!' mit prominenten Referenten ...
20. bis 22. Mai in der TU Berlin / Presse-Akkreditierungen jetzt möglich Wirtschaftswachstum als Standardarznei gegen ökonomische und soziale Probleme aller Art ? dieses Rezept funktioniert offenbar nicht (mehr). Die Grenzen des vorherrschenden Wachstumsmodells sind erreicht. Das machen die w




