Eskalierende Gewalt auf Christen in Ägypten ist schockierend
ID: 402164
Eskalierende Gewalt auf Christen in Ägypten ist schockierend
Ägyptische Regierung will strenge Strafen für die Gewalttäter durchsetzen
Am vergangenen Wochenende kam es erneut zu Angriffen auf Christen in Ägypten. Das Resultat ist eine niedergebrannte Kirche, 12 Tote und mindestens 220 Verletzte. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach:
"Erneut erreichen uns schockierende Meldungen über Angriffe auf christliche Gläubige in Ägypten.
Mindestens 12 Tote und 220 Verletze vom vergangenen Wochenende sind die zutiefst beunruhigende Fortsetzung einer langen Reihe von muslimischen Angriffen auf Kopten in Ägypten seit mehreren Jahren.
Es ist gut, dass die ägyptische Regierung strenge Strafen für die Gewalttäter durchsetzen will.
Sichtbar wird aber, dass für Kopten der ägyptische Umwälzungsprozess Anlass zur Sorge gibt. Bis jetzt ist nicht absehbar, ob eine wünschenswerte Demokratisierung des Landes am Ende zu mehr Religionsfreiheit führen wird.
Die Kopten haben die Veränderungswelle von Beginn an aktiv unterstützt und viel Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Situation mit dem Sturz Mubaraks verbunden.
Es ist zu hoffen, dass sie in einem demokratischen Ägypten ihren Glauben ungefährdet leben können."
Hintergrund:
Seit Jahresbeginn sind in Ägypten mindestens 39 Kopten ermordet und drei Kirchen niedergebrannt worden. Allein bei einem Anschlag zum Neujahr in Alexandria starben 21 Kopten, Dutzende wurden verletzt. Mehr als die Hälfte der Christen in der Region Naher Osten und Nordafrika leben heute in Ägypten, das einst der erste christliche Staat war.
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Datum: 09.05.2011 - 22:15 Uhr
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