Algen im Meer vor Fukushima stark radioaktiv belastet/ Greenpeace untersucht Pflanzen und warnt vor beginnender Ernte
ID: 404289
Algen vor Japans Ostküste haben hohe Kontaminationen ergeben. Von
Bord des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior und vom Ufer aus hatte
die Umweltschutzorganisation Algen-Proben gesammelt und mit dem
Geigerzähler untersucht. Zehn von 22 Proben wiesen Werte von mehr als
10.000 Becquerel pro Kilogramm auf. Die radioaktive Kontamination
liegt damit um mehr als das Fünffache über dem Grenzwert. Die
unabhängige Umweltschutzorganisation fordert die Behörden auf, die
für den Verzehr bestimmten Algen umfassend auf radioaktive
Belastungen zu untersuchen. In den Küstengewässern vor Fukushima soll
am 20. Mai mit der Ernte begonnen werden.
"Algen sind in der japanischen Küche ein Grundnahrungsmittel. Für
die Bevölkerung ist die radioaktive Belastung der Pflanzen hoch
problematisch", so Dirk Zimmermann, Biologe von Greenpeace. "Unsere
Untersuchungen zeigen, dass die diesjährige Ernte hochgradig
radioaktiv belastet sein könnte. Als sofortige Maßnahme muss der
Staat die anstehende Algenernte unbedingt verhindern. Alle
Betroffenen müssen eine ausreichende Entschädigung erhalten."
Anfang Mai hatte die Besatzung der Rainbow Warrior außerhalb der
Zwölfmeilenzone Proben von Algen, Meerwasser und Fische entnommen,
deren detaillierte Analyse noch andauert. Unter anderem wurden marine
Algen nördlich und südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima
Daiichi und in bis zu 65 Kilometern Küstenentfernung untersucht. Die
Einfahrt in die Hoheitsgewässer des Landes hatte Japan nicht
gestattet.
Das Ausmaß der atomaren Katastrophe wird immer verheerender
Die von Greenpeace festgestellten Werte sowie die vom
AKW-Betreiber TEPCO durchgeführten Messungen am Meeresboden deuten
auf eine stärkere Anreicherung von Radioaktivität im marinen
Ökosystem hin, als offizielle Stellen bisher zugeben. Greenpeace wird
in den kommenden Tagen ausführliche Laboruntersuchungen von Wasser-,
Fisch- und Algenproben vom Meeresufer und außerhalb der
Zwölfmeilenzone veranlassen. Mit Ergebnissen rechnet die
Umweltschutzorganisation ab dem 20. Mai.
"Die Radioaktivität ist jetzt in der Nahrungskette", sagt
Zimmermann. "Das Ausmaß der Atomkatastrophe wird immer verheerender.
Herr Töpfer und die Ethikkommission müssen für ihre Risikoabschätzung
eines klar berücksichtigen: Der Schaden einer solchen Katastrophe in
Deutschland stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen der Atomkraft, von
der allein die vier Stromkonzerne profitieren. Das jüngste Geschacher
um ein Abschaltdatum ist vor dem Hintergrund einer der größten
Atomkatastrophen der Menschheit geradezu zynisch. Reaktorsicherheits-
und Ethikkommission müssen daher den schnellstmöglichen Atomausstieg
mit festen Abschaltdaten ohne Hintertürchen empfehlen."
Achtung Redaktionen:
Dirk Zimmermann erreichen Sie unter Tel. 0160-581 4942,
Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt unter Tel. 0151-14533 087.
Internet: http://www.greenpeace.de.
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Datum: 12.05.2011 - 09:33 Uhr
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