DNR: Vorschläge der Ethik-Kommission unzureichend
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DNR: Vorschläge der Ethik-Kommission unzureichend
Die Vorschläge der Kommission für die weitere Energiepolitik, die der Bundesregierung seit dem Super-GAU von Fukushima zuarbeitet, bleiben weit hinter dem "Sechs-Punkte-Programm" des DNR zurück. Dieses sieht nicht nur den sofortigen Ausstieg mit einem sehr viel schnelleren Ende für die deutsche Atomwirtschaft vor, sondern fordert auch eine effiziente und dezentrale 2000-Watt-Gesellschaft auf solarer Basis.
Nach Ansicht des DNR modifiziert die Ethik-Kommission die Stromversorgung nur, ohne die überholte Struktur einer ineffizienten Verbundwirtschaft umzubauen. Die Kommission verkenne die Chancen der Regionalisierung. Zudem habe die Bundesregierung nach Fukushima der Sicherheit absoluten Vorrang eingeräumt. Dann müssten aber alle Atomkraftwerke wegen des nicht zu verantwortenden Restrisikos so schnell als möglich vom Netz. Die Haltung der Töpfer-Kommission, den Ausstieg bis 2021 anzustreben, ist nach Auffassung des DNR inkonsequent,.
Aus Sicht des DNR ist ein Ausstieg aus der Atomenergie bis 2014 ohne Stromlücke möglich. Dies sei aber nur zu verwirklichen, wenn es neben dem Umstieg in die Solarwirtschaft sowohl zu einer Effizienzrevolution als auch zu einer Kultur der Genügsamkeit komme. Das ist die Idee der 2000-Watt-Gesellschaft.
Der angestrebte Umbau des Energiesystems ist nach Ansicht des DNR das "schwarze Loch" der Bundesregierung. Trotz erheblicher Einspar- und Effizienzpotenziale liege die Steigerung der Energieproduktivität bei nur 1,5 Prozent jährlich. Benötigt würden aber 3 Prozent.
Sechs-Punkte-Plan des DNR: http://www.dnr.de/presse/presseinformation-03052011.html
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Dr. Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär
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Datum: 14.05.2011 - 01:15 Uhr
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