Warnstreiks anlässlich der heutigen Tarifrunde
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(PresseBox) - Um anlässlich der heutigen Verhandlungsrunde ein Signal an die Zeitungsverleger zu senden, beteiligten sich am Dienstag und heutigen Mittwoch Journalistinnen und Journalisten in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen erneut an Warnstreiks.
In Baden-Württemberg waren am Dienstag Journalistinnen und Journalisten in acht Zeitungen ganztägig und am heutigen Mittwoch in weiteren sechs Blättern zum Warnstreik aufgerufen. 120 Streikende der Stuttgarter Zeitungen trafen sich am Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr in der Nähe des Stuttgarter Druck- und Verlagszentrums. Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten erscheinen aufgrund der Warnstreiks heute nur in einer Notausgabe. Heute sind in Baden-Württemberg rund 500 Journalistinnen und Journalisten im Ausstand.
Unter dem Titel einer "gläsernen Redaktionskonferenz" haben etwa 50 Redakteure der Südwest Presse heute erneut ihre Mitbürger in der Ulmer Innenstadt über die laufende Tarifverhandlung informiert. Unterstützt wurden sie von Kollegen des Schwäbischen Tagblatts, der Schwäbischen Post, der Stuttgarter Zeitung und der Neuen Württembergischen Zeitung. Auch bei den Zeitungslesern stoßen die überzogenen Forderungen der Verleger auf Unverständnis. 60 Journalisten des Mannheimer Morgen, darunter auch Volontäre, streiken seit dem heutigen Mittag für den Rest des Tages.
In Hessen waren am Dienstag und Mittwoch jeweils 40 Mitarbeiter der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben im Ausstand.
Dezentrale Streiks in NRW
Auch Journalistinnen und Journalisten in NRW senden ein deutliches Signal nach Berlin. Zum Warnstreik waren für Dienstag und Mittwoch dort 25 Zeitungen aufgerufen, darunter Westfälische Rundschau, Westfalenpost, WAZ, Neue Rhein Zeitung/Neue Ruhr Zeitung, Iserlohner Kreisanzeiger, Recklinghäuser Zeitung, Marler Zeitung, Dattelner Morgenpost, Hertener Allgemeine, die BILD-Redaktionen in Essen, Dortmund, Köln und Düsseldorf, Westdeutsche Zeitung sowie Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Kölnische Rundschau, Bonner Rundschau und Bonner General-Anzeiger. Im Rheinland, Ruhrgebiet und in Ostwestfalen trafen sich die Kolleginnen und Kollegen in sieben Streiklokalen. In Bielefeld haben gestern und heute jeweils 60 Kolleginnen und Kollegen gestreikt. Rund 35 Iserlohner Journalisten haben in der Innenstadt Flugblätter verteilt. In der Nähe des Kölner Rathauses trafen sich am Dienstag rund 50 streikende Journalistinnen und Journalisten aus den Kölner Zeitungshäusern. Beim Bonner Generalanzeiger traten gestern 25 Bonner Kollegen in einen Warnstreik.
Für die Fortsetzung der Verhandlungen erhoffen sich die Streikenden ein ernstzunehmendes Angebot von den Verlegern ? und ein klares Signal, dass sie auf den Dumping-Tarifvertrag für künftige Redakteurinnen und Redakteure verzichten.
Die Verhandlungen des DJV und der dju in ver.di mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger dauern zur Stunde noch an.
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Datum: 06.07.2011 - 17:37 Uhr
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