Die WAZ-Gruppe und der Grüne Punkt-Irrtum in Hagen: Nicht nur Verpackungen mit dem Logo des früheren Müllmonopolisten gehören in Gelbe Säcke und Tonne
ID: 468549
Die Zeiten der Alleinherrschaft sind durch Interventionen des Bundeskartellamtes und der EU-Kommission schon lange vorbei. Mittlerweile muss sich der gewinnorientierte Grüne Punkt-Müllkonzern mit acht Konkurrenten um Marktanteile streiten. Da war es nur logisch, dass der Gesetzgeber in der fünften Novelle der Verpackungsverordnung die Kennzeichnungspflicht für Hersteller und Vertreiber in Deutschland abschaffte. Die Beteiligung an einem „Dualen System" erfolgt nicht mehr durch den Aufdruck des Grüne Punkt-Zeichens.
Es läuft wie bei den Goldbärchen in der Thomas Gottschalk-Werbung. Sie gelten ja auch nicht als Symbol für die Süßwaren-Industrie, sondern stehen für ein einziges Unternehmen: Haribo. Beim Grünen Punkt ist es die Duales System Deutschland GmbH in Köln – nicht mehr und nicht weniger. Warum schreibt dann der WAZ-Redakteur Hubertus Heuel, dass der Müll-Wissenschaftler (welcher Müllwissenschaftler? gs) zwischen Materialien unterscheidet, die den Grünen Punkt besitzen und solchen, denen diese Markierung fehlt.
„Im Gelben Sack landen dürfen jedoch nur DSD-Produkte. Deren Entsorgung ist im Verkaufspreis inbegriffen“, so Heuel. Als Beispiel führt er einen Buchhändler an, der an einem Wertstoffhof in Hagen mit seinem Gelben Sack wieder nach Hause geschickt wurde. Der Mann hatte zwar nur Verpackungsmaterial fein säuberlich getrennt, aber eben ohne Grünen Punkt. Dieser Entwicklung wolle man in Hagen Einhalt gebieten. Heuel zitiert die Pressesprecherin Jacqueline Jagusch mit den Worten: „Unsere Leute sollen verstärkt darauf achten, dass kein Müll ohne DSD-Zeichen abgegeben wird.“ Verpackungen ohne Grünen Punkt könnten ausschließlich an der Müllverbrennungsanlage in Boelerheide abgegeben werden. Gegen zehn Euro Gebühr dürfe jeder Hagener dort eine ganze Kleinwagenladung voll Abfall anliefern.
Ob nun die Pressesprecherin falsch zitiert wurde oder nicht. Im Gespräch mit NeueNachricht dementiert sie diese Äußerungen: „Der Grüne Punkt als Kennzeichen ist überhaupt nicht ausschlaggebend. Entsponnen hatte sich die WAZ-Geschichte, dass jemand Transportverpackungen an dem Wertstoffhof entsorgen wollte. Es ist immer schwierig, diese komplexe Sache jemanden telefonisch klarzumachen. Ich habe mit dem Herrn telefoniert und gesagt, dass unterschieden wird zwischen Transport- und Verkaufsverpackungen. Es handelte sich beim WAZ-Fall um Transportverpackungen eines Buchhändlers“, so Jagusch. Das gehe in die Kategorie „Gewerbeabfall“. „Den kann er bei uns über eine Pauschale anliefern“. Das habe aber nichts mit der Entsorgung über Gelbe Säcke oder Tonnen zu tun. Die Pressesprecherin wolle mit dem Redakteur, der leider im Urlaub sei, noch einmal sprechen und den Sachverhalt richtigstellen.
von Gunnar SohnWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 26.08.2011 - 14:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 468549
Anzahl Zeichen: 3470
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
IT & Hardware & Software & TK
Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 571 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die WAZ-Gruppe und der Grüne Punkt-Irrtum in Hagen: Nicht nur Verpackungen mit dem Logo des früheren Müllmonopolisten gehören in Gelbe Säcke und Tonne"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NeueNachricht (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin/Bonn - Die Servicebranche verschläft die Zeichen der Zeit. Weder werden smarte Möglichkeiten neuer IT-Technologien genutzt, noch wird auf den Kunden zu- und eingegangen. Den Schlafmützen bricht nun die Geschäftsgrundlage weg. Mit einer Änderung des Telekommunikationsgesetzes hat der Ge
Ich sag mal-Blog zu: NGOs als Kontrollinstanz für den nachhaltigen Einkauf des Staates: Mit den Betonköpfen des BDI wird das nicht funktionieren ...
Bonn - Im Einkauf von Unternehmen und Staat stecken erhebliche Potenziale, um die sozial- und umweltpolitischen Standards der Produktion zu verbessern – in Deutschland und vor allen Dingen im Ausland. Da ist es nur konsequent, wenn das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums mit seinem Einka
Warteschleifen-Tohuwabohu: Gesetzgeber muss nachbessern – Call Center kundenfreundlicher gestalten ...
Berlin/Bonn - Mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes dürfen Hotline-Anbieter in Zukunft keine Entgelte für die Zeit mehr verlangen, die ihre Kunden bei einem Anruf in einer Warteschleife verbringen. Der Bundestag beschloss vergangene Woche eine weitrechende Regelung, die sowohl erste als a
Weitere Mitteilungen von NeueNachricht
HP hat es nicht nur hardwaretechnisch versaut: Software und Applikationen treiben das IT-Geschäft ...
Palo Alto/Düsseldorf - „#HP will nicht mehr Apple sein, sondern IBM. Stimmiger Turnaround“, so bringt Dr. Wilhelm Greiner in einem Tweet http://bit.ly/potyKj die Ankündigung von HP-Chef Leo Apotheker auf den Punkt, sich stärker auf Software und Dienstleistungen zu konzentrieren. Der größte
Service Insiders: Dienstleistungsprofessor plädiert für bessere Qualitätsmaßstäbe ...
Brauchen wir in Deutschland Superhelden, um endlich einen Super-Service zu bekommen? So sieht es zumindest der Telefon-Mann Wieland, der fortan beansprucht, als T-Man durch die Welt zu geistern, um uns den Weg in eine paradiesische Dienstleistungsökonomie zu weisen http://gunnarsohn.wordpress.com/
Looking for Freedom ...
Amersfoort, 25.08.2011 – Mehr Wireless geht nicht: Der Sound Step Recharge von Soundfreaq liefert auch ohne Steckdose sechs Stunden am Stück außergewöhnlichen Klang. Dank Bluetooth-Streaming ist das mobile Gerät dabei immer zur Hand. Daneben bietet die kompakte und formschöne Docking-Station
Mit Speck fängt man Mäuse ...
Flensburg, im August 2011 – Mit Speck erweitert IT-Distributor ComLine sein Portfolio für hochwertiges Apple-Zubehör um eine weitere attraktive Marke. Das kalifornische Label bietet eine vielfältige Auswahl an maßgeschneiderten Designer-Hüllen für portable Macs, iPods, iPad und iPhone. Aktue




