Debatte über Stierkämpfe in Spanien
Valencia. Vor gut einem Jahr wurde in Katalonien beschlossen, dass es ab 2012 keine weiteren Stierkämpfe in der autonomen Gemeine im Nord-Osten Spaniens mehr geben wird. Damit folgen sie dem Beispiel anderer - wie zum Beispiel den Kanarischen Inseln oder Italien, die den Stierkampf bereits vor zehn beziehungsweise 100 Jahren abgeschafft hatten. Dieses Verbot löste in Spanien erneut eine Welle von heftigen Diskussionen aus. Unter anderem auch bei Schülern einer spanischen Sprachschule in Valencia.
Die spanische Sprachschule Costa de Valencia bot in einer ihrer zahlreichen außerschulischen Freizeitaktivitäten einen Vortrag über Stiere an. Die Hauptthemen waren dabei unter anderem eine allgemeine Erklärung des Begriffs Stierkampf, dessen Hergang und Inhalte, sowie die valencianische Form des Straßen-Stierrennens. Um eine anschließende Diskussion zu ermöglichen, wurden alle Daten und Fakten über diese typisch spanische Tradition selbstverständlich so sachlich und objektiv wie möglich erörtert.
Wie zu erwarten, waren die Meinungen der Sprachschüler so unterschiedlich, wie die der spanischen Bevölkerung selbst. Es gibt mindestens eben so viele Argumente, die dafür, aber auch dagegen sprechen. Da war es nicht einfach, sich nicht zu positionieren. Ob es Tierquälerei ist oder nicht, oder ob man Tieren bereits dadurch schadet, indem man Fleisch konsumiert, dieses sind weitere Argumente für ein Für oder Wider.
„Das Schwierigste für einen Spanischlehrer der Nichtmuttersprachler unterrichtet ist, die Schüler dazu zu bringen, mehr oder weniger frei zu sprechen und das gerade Erlernte in Spanisch in die Praxis umzusetzen“, berichtet Sandra, Ausbilderin und Verantwortliche für die außerschulischen Aktivitäten bei Costa de Valencia. „Gerade dazu ist dieses Thema ideal. Nur wenige Leute haben keine eigene Meinung bei diesen heiklen Debatten.“
Aber mit dieser Aktiviät der Spanisch Sprachschule sollte nicht nur die spanische Kultur näher gebracht und die bisherigen Spanischkenntnisse angewendet werden, sondern auch die spanische Sprache erweitert werden. Zum Thema Stiere und Stierkampf gibt es im Spanischen viele verschiedene, typische Ausdrücke, die immer wieder im täglichen Sprachgebrauch auftauchen. Viele dieser Redewendungen, die im deutschen Sprachgebrauch eigentlich keinen Sinn ergeben wie z.B. „Ohren abschneiden“ oder „durch die grosse Eingangstür rausgehen“ wurden aufgezeigt und verständlich erklärt.
Ein Video über die verschiedenen Bestandteile eines Stierkampfes beendete den theoretischen Teil des Vortrags. Anschließend besuchten alle spanischen Sprachschüler das Stierkampfmuseum von Valencia, das älteste in ganz Spanien. Danach bestand noch die Möglichkeit die Stierkampfarena zu besichtigten und solch eine Stätte jahrhunderte alter Tradition aus nächster Nähe zu bestaunen.
Für die Spanisch-Sprachschüler war diese Aktivität ein voller Erfolg: Sie haben einen Teil der so typischen, spanischen Kultur kennengelernt und das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Sie konnten ihr erlerntes Spanisch in der Sprachschule praktisch anwenden und verbessern.
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Kurzbeschreibung und Kontakt Costa de Valencia
Die Sprachschule Costa de Valencia hat sich seit 1995 auf die Vermittlung von Spanisch als Fremdsprache spezialisiert. Die Spanischschule im Herzen von Valencia ist ein anerkanntes Centro Acreditado des Instituto Cervantes und Mitglied in zahlreichen Fachverbänden. Die eingesetzten Unterrichtsmaterialien werden eigens vom Lehrerteam erarbeitet. Wichtigster Aspekt der modernen Unterrichtsmethode ist die individuelle Einbindung jedes Schülers um wirklich Spanisch zu sprechen. Großen Wert legen die beiden Geschäftsführer auf die Unterrichtsqualität und ein breit gefächertes Freizeitprogramm.
Costa de Valencia, S.L.
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Datum: 29.08.2011 - 13:26 Uhr
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