BRENNSTOFFSPIEGEL: Rohöl-Seitwärtstrend gilt auch für Heizöl
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Betrachtet man den bisherigen Wochenverlauf, hätten die Warenterminbörsen seit Montag auch eine Ruhepause einlegen können. Seitwärtstrend nennt man das. In Zahlen ausgedrückt: Nordseeöl (Brent) bewegte sich in dieser Woche in einer engen Spanne von maximal 1 US-Dollar je Barrel um den Wert von 112 Dollar. Bei US-Leichtöl (WTI) waren es 2 Dollar, aber nur am Dienstag und einem Hurrikan-Aufschlag geschuldet. Ansonsten pendelt es zuverlässig um die 88-Dollar-Marke.

(firmenpresse) - LEIPZIG. (Ceto) Für eine Änderung und nervösere Zeiten spricht wenig. Die brachen zwar gestern 17 Uhr (MESZ) kurzzeitig aus, als das US- Energieministerium (DOE) die Bestandsdaten der vergangenen Woche verkündete. Dabei ging es für Rohöl zwar deutlich abwärts, und zwar um 6,7 Millionen Barrel, was den Lieferausfällen im Golf von Mexiko geschuldet war. Gleichzeitig legten jedoch die Mitteldestillate Heizöl und Diesel um 1,7 Millionen Barrel sowie Benzin um 1,9 Millionen Barrel zu. Eine kräftige Nachfrage sieht anders aus. So interpretierten das die Anleger und ließen die Notierungen kurzzeitig um bis zu 2 Dollar je Barrel einbrechen. Am Abend jedoch bügelte der große Gleichmacher Seitwärtstrend alles wieder aus. Die oben genannten Werte gerieten nie wirklich ins Wanken, auch im Morgenhandel nicht.
Die Marktlage spricht dennoch eher für niedrigere Preise. Libyen fährt seine Ölproduktion wieder hoch (was insbesondere für Europa wichtig ist), der Irak liefert ebenfalls immer mehr Öl. Die Nachfrage bleibt nur in China stabil auf hohem Niveau, jedoch nicht in Europa und den USA, was anfangs der Woche auch die OPEC und die IEA konstatierten (mehr dazu hier: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10804&title=IEA+senkt+ebenfalls+Bedarfsprognose
Heizölverbraucher in Deutschland müssen heute jedoch weiter mit stabilen Preisen auf hohem Niveau rechnen, weil der Euro unverändert schwach notiert.
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Datum: 15.09.2011 - 09:51 Uhr
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