Milliardengrab e-Card stoppen
ID: 489178
Milliardengrab e-Card stoppen
"Das Projekt e-Card ist ein Unglück für Patienten und Versicherte: Ungewisser Nutzen, erheblicher Aufwand für Ärzte, große Risiken und unabsehbare Kosten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung zwingt nun die Krankenkassen, die unsinnige und patientenfeindliche e-Card durchzupeitschen", sagt Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss, zur heutigen Präsentation des Projekts "elektronische Gesundheitskarte" durch Krankenkassen, Ärzteorganisationen und Kliniken. "Der einstige Gegner der e-Card, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, sollte den Mut aufbringen, mit diesem technologischen Großprojekt genauso zu verfahren wie mit dem elektronischen Steuernachweis ELENA: Ab in die Tonne, bevor noch mehr Milliarden verbraten und schützenswerte Daten gefährdet werden." Vogler weiter:
"Die Krankenkassen investieren Unsummen für eine scheinbar harmlose Karte mit Foto, die zunächst nicht mehr kann als die alte. Doch das ist ein trojanisches Pferd: Denn ist die elektronische Gesundheitskarte erst einmal flächendeckend eingeführt, sollen nach und nach weitere Funktionen folgen, nicht zuletzt die elektronische Patientenakte mit zentral abgespeicherten Krankendaten. Sensible Patientendaten gehören aber nicht auf zentrale Server, sondern in Patientenhand. DIE LINKE setzt sich dafür ein, Alternativen zu testen und umzusetzen.
Schrittweise werden nun bis zu 14 Milliarden Euro aus Versichertengeldern für das e-Card-Konzept ausgegeben. IT-Unternehmen reiben sich die Hände. Dabei steht die elektronische Gesundheitskarte für Pleiten, Pech und Pannen: Praxistests gerieten zum Desaster und wurden zum Teil sogar abgebrochen.
Die Präsentation durch die verantwortlichen Organisationen ist eine plumpe Werbeveranstaltung; die Versicherten sind zu Recht skeptisch. Ich rate allen Betroffenen, kein Foto für die elektronische Gesundheitskarte zu liefern. Vielleicht könnte eine solche Abstimmung mit den Füßen das Milliardenprojekt noch ausbremsen."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.09.2011 - 13:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 489178
Anzahl Zeichen: 2537
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 356 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Milliardengrab e-Card stoppen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Gesetzentwurf der GRÜNEN: Klagerecht für Tierschutz - Notwendiger Ausgleich zwischen Interessen der Tiere und der Tiernutzer ...
Durch einen Gesetzentwurf will die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein Klagerecht für den Tierschutz in Hessen verankern. Dieses Recht soll neben rechtsfähigen Vereinen auch anerkannten Tierschutzorganisationen wie Verbänden und Stiftungen zugestanden werden. Diese Anerkennung soll d
RWE Deutschland stellt Buch über neue Nutzung von Turmstationen vor ...
96 Seiten über ein wichtiges Stück Stromgeschichte ab Anfang Oktober im Handel erhältlich Zusätzlich Tipps und Touren in NRW Naturschutzbund und RWE fördern neue Existenz der Turmstationen In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland und vielen privaten "Turms
Räumungsverkauf bei den Grünen ...
Zum rot-grünen Kompromiss in Berlin über den Weiterbau der A 100 erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe: Der faule Formelkompromiss zeigt, was Berlin unter Rot-Grün blühen würde: dringend notwendige Infrastrukturprojekte, wie der Weiterbau der A100, werden sinnlos
Die Krise ist schneller als der Rettungsschirm ...
"Der ausgeweitete Rettungsschirm wird weder den Euro noch die EU retten. Die Krise ist schneller. Beschlüsse, die der Bundestag fassen soll, sind bereits überholt. Immer größere Milliardenbeträge an Steuergeldern werden aufs Spiel gesetzt, um Bankenprofite und Spekulationsgewinne zu sicher




