Deutscher Tierhilfe Verband warnt vor Antibiotika im Fleisch
Immer wieder werden Missstände in der industriellen Massentierhaltung aufgedeckt. Zu den umstrittensten Feldern gehört der Einsatz von Antibiotika; als vorbeugendes Medikament, ohne das die Tiere die Qualen der Mast oft nichtüberleben würden. Oder im Einsatz als Wachstumsbeschleuniger - was in der EU seit Jahren nicht mehr erlaubt ist, da resistente Krankheitserreger, die durch Billigfleisch in Umlauf gekommen waren, für mehrere Todesfälle gesorgt hatten. Der Deutsche Tierhilfe Verband macht nun erneut auf Risiken und Geschäfte im Zusammenhang mit Antibiotika aufmerksam.
Deutscher Tierhilfe Verband warnt vor Antibiotika im Fleisch(firmenpresse) - "Die Situation um die gesetzliche Kontrolle der Antibiotikavergabe ist unhaltbar", so Reinhold Kassen Vorstand des Deutsche Tierhilfe Verbands. "Die Abhängigkeit der Tierärzte von der Pharmalobby ist immens, so sind Veterinäre fast zwangsläufig in kriminelle Machenschaften verwickelt." Auch hochrangige Vertreter der Bundestierärztekammer, darunter der Präsident, Prof. Mankel, sprechen sich vehement für Veränderungen aus. Dazu gehört unter anderem eine Reduzierung der Besatzdichte; auch die Eigenverantwortlichkeit der Tierärzte, die bislang nur mit dem Verschreiben von Medikamenten Geld verdienen können, müsse dringend gestärkt werden.
Der Masseneinsatz der Medikamente ist so gefährlich, weil unbekannte Rückstände im Fleisch von Masttieren verbleiben können. Tiere, denen in regelmäßigen Dosen Antibiotika verabreicht werden, können gegen bestimmte Erreger resistent werden - und diese Resistenz mit dem Fleisch an den Verbraucher weitergeben. Erkrankt dieser nun etwa an einer Lungenentzündung, so ist eine Behandlung in manchen Fällen nur schwer oder gar nicht mehr möglich, weil das nun notwendige Antibiotikum nicht mehr anschlägt. Im schlimmsten Fall kann also eine unter normalen Umständen leicht zu behandelnde Erkrankung zum Tod führen. Aufgrund mehrerer Todesfälle ist der prophylaktische Einsatz von Antibiotika daher in der EU seit Jahren verboten. Vielfach werden Mittel jedoch unter falschen Vorwänden dennoch verwendet, um einen ganzen Tierbestand zu behandeln: "In neun von zehn Praxen, in denen ein Landwirt den Tierarzt um eine Flasche Penicillin bittet, bekommt ein Tierhalter das Medikament sofort - auch ohne Untersuchung", so der ehemalige Vizepräsident der bayerischen Tierärztekammer, Rupert Egner.
Der Deutsche Tierhilfe Verband empfiehlt daher dringend, auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten, um die Wahrscheinlichkeit der Aufnahme von resistenten, also nicht oder nur schwer zu behandelnden Krankheitserregern möglichst gering zu halten.
Auch das ARD-Magazin Report aus Mainz hat vor ein paar Tagen über das Thema berichtet, einen
Mitschnitt der Sendung finden Sie auf der Website des Deutschen Tierhilfe Verbands unter http://www.deutschertierhilfeverband.de/
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Deutscher Tierhilfe Verband e.V.
Reinhold Kassen
Friedrich - Alfred Str.182-184
47226 Duisburg
deutschertierhilfeverband(at)googlemail.com
Mobil: : 0172 588 466 5
http://www.deutschertierhilfeverband.de
Datum: 04.10.2011 - 12:50 Uhr
Sprache: Deutsch
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