HAPPACH-KASAN: Fischartenschutz ernst nehmen - Kormoranbestände europaweit kontrollieren
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HAPPACH-KASAN: Fischartenschutz ernst nehmen - Kormoranbestände europaweit kontrollieren
Wir brauchen regionale, nationale und europäische Maßnahmen, um die wachsenden Kormoranbestände zu regulieren. Der gemeinsame Entschließungsantrag gibt der Bundesregierung nun ein starkes Mandat, sich auf europäischer Ebene für eine bessere Kontrolle der Kormoranbestände einzusetzen. Das ist ein erster Erfolg für den Fischartenschutz in den Gewässern, für den Schutz heimischer Bestände und für die Fischerei. Die Agrarministerkonferenz soll zudem die Kormoranverordnungen der Länder harmonisieren. Die stark unterschiedlichen Regelungen verhindern heute ein effektives Management der Kormoranbestände. Vögel orientieren sich weder an Länder- noch an Staatsgrenzen, deshalb ist ein koordiniertes Vorgehen erforderlich.
Der erfolgreiche Schutz des Kormorans darf nicht zu einer Gefährdung anderer Tierarten führen. So wie in Naturschutzgebieten bestandsregulierende Maßnahmen beim Fuchs möglich sind, um Vögel zu schützen, muss auch die Vielfalt der heimischen Fischfauna durch eine nachhaltige Bestandsregulierung des Kormorans geschützt werden können. Das invasive Vordringen des Kormorans in küstenferne Regionen gefährdet einheimische Fischbestände, die in ihrem Verhalten nicht an den Vogel angepasst sind. In Teichwirtschaft und Binnenfischerei machen die wirtschaftlichen Schäden nach Angaben der Branchenverbände bis zu einem Viertel des Gesamtumsatzes aus. Geschädigt werden Berufs- und Angelfischer an natürlichen Gewässern sowie Teichwirte und Fischzüchter an Aquakulturanlagen. Dies gefährdet zudem den Erhalt von geschützten Kulturlandschaften.
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Datum: 09.11.2011 - 14:30 Uhr
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