WAZ: Unentschieden. Kommentar von Daniel Freudenreich
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Wurf, aber um Längen besser als das, was wir haben. Es kann nicht
sein, dass rund drei Viertel der Deutschen für die Organspende sind,
aber nur 25 Prozent dafür infrage kommen - weil sie einen
Spendeausweis besitzen und der Rest nicht. Wenn die Bürger künftig
mehrmals zur Spende befragt werden, kann dies nur hilfreich sein.
Dennoch ist es heikel, dass es keine Pflicht zur Antwort gibt. Das
kann dazu führen, dass man den Entschluss auf die lange Bank schiebt.
Das ist nicht nur unfair gegenüber den 12000 Menschen, die auf ein
Organ warten. Wer sich nicht beizeiten äußert, der bürdet auch seinen
eigenen Angehörigen im Ernstfall eine extreme Last auf. Denn dann
müssen sie entscheiden. Da die Koalitionsspitzen keinen Zwang ausüben
wollen, sollten sie wenigstens dafür sorgen, dass die Bürger
regelmäßig befragt werden. Auch bei der Ausgabe des Führerscheins.
Alles in allem wäre die Widerspruchslösung effektiver. Hier wäre
jeder ein potenzieller Spender, der nicht widerspricht. Den Gegnern
wäre es zumutbar gewesen, einmal "Nein" zu sagen.
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Datum: 24.11.2011 - 19:29 Uhr
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