Durban-Weltklimagipfel kommt nur mit Trippelschritten voran. "Deutschland und EU müssen politisches Mikado beenden"
ID: 533068
Deutschland (BUND) sieht nach der ersten Verhandlungswoche beim
Weltklimagipfel in Südafrika noch keine substantiellen Fortschritte.
Ann-Kathrin Schneider, Beobachterin für den BUND in Durban: "Zwar
liegen Vorschläge für eine zweite Kyoto-Verpflichtungsperiode auf dem
Tisch, jedoch enthalten sie noch keine Zahlen zur Minderung der
CO2-Emissionen in den Industriestaaten. Das ist sehr unbefriedigend.
Die Industriestaaten müssen endlich Farbe bekennen und konkrete Ziele
zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen zusagen."
Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte Bundesumweltminister
Norbert Röttgen auf, nach seinem Eintreffen in Durban Deutschland und
die EU stärker als Klimaschutz-Vorreiter zu profilieren. "Als
positive Signale für die Verhandlungen in Durban sind die Anhebung
des europäischen CO2-Minderungsziels auf mindestens dreißig Prozent
bis 2020 und die Zusage für ein deutsches Klimaschutzgesetz von
zentraler Bedeutung", sagte Weiger. Deutschland und die EU müssten
das politische Mikado beenden und sich ohne Wenn und Aber für die
Fortführung des Kyoto-Abkommens nach 2012 einsetzen. Ein lediglich
rhetorisches Bekenntnis zu Kyoto dürfe nicht das Ziel von Durban
sein.
Zum EU-Vorschlag für ein neues internationales
Klimaschutzabkommen, das die Schwellen- und Entwicklungsländer und
möglichst auch China, Indien und die USA einbeziehen soll, sagte
Weiger: "In einem neuen internationalen Klimaschutzabkommen müssen
rechtlich verbindliche Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen
enthalten sein. Diese müssen sicherstellen, dass die Erderwärmung auf
maximal zwei Grad Celsius begrenzt wird. Außerdem sollte das Abkommen
bereits 2017 in Kraft treten und nicht erst, wie von der EU
vorgeschlagen, im Jahr 2020."
In Durban müsse zudem dringend der sogenannte Green Climate Fonds
eingerichtet werden. Die schon heute unter dem Klimawandel leidenden
Länder müssten endlich angemessene Unterstützung bei
Klimaschutzmaßnahmen erhalten. Die Europäische Union und andere
Industriestaaten müssten den Klimafonds umgehend mit ausreichenden
Finanzmitteln ausstatten.
Pressekontakt:
In Durban: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin, Mobil:
0027-767636164, E-Mail: annkathrin.schneider@bund.net; ab dem 5.12.
in Durban: BUND-Vorsitzender Hubert Weiger und Almut Gaude,
BUND-Pressereferentin,: 0027-765941240, E-Mail: almut.gaude@bund.net
oder BUND-Pressesprecher Rüdiger Rosenthal, Tel. 030-27586-425/-489,
Mobil: 0049-171-8311051, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
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Datum: 03.12.2011 - 08:42 Uhr
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