Klimagipfel: Wo bleibt das Engagement der "Klimakanzlerin"? / Greenpeace: Schwellenländer für Klimaschutzvertrag gewinnen
ID: 533211
die UN-Klimakonferenz in Südafrika an der Blockadehaltung der USA und
der Führungsschwäche der EU zu scheitern. Mitschuld daran trägt auch
die ehemalige "Klimakanzlerin" Angela Merkel: Diese hat jeglichen
Erwartungen an einen Erfolg der Konferenz in ihrer jüngsten
Videobotschaft eine klare Absage erteilt. "Eine zerstrittene EU und
ein zögerliches Deutschland sind nicht das, was diese Klimakonferenz
jetzt braucht", kommentiert Stefan Krug, Leiter der Politischen
Vertretung von Greenpeace, aus Durban die Unkenrufe der Kanzlerin.
Anfang der Woche treffen die Umweltminister auf der Konferenz ein.
"Umweltminister Röttgen muss in Durban die Ärmel hochkrempeln und
gemeinsam mit seinen europäischen Amtskollegen die Schwellenländer
überzeugen, bis zum Jahr 2015 einen neuen Klimavertrag auszuhandeln",
so Krug. Greenpeace fordert, dass dieser Vertrag spätestens zum Jahr
2018 in Kraft treten soll. Bis dahin soll das derzeit einzige
geltende Weltklimaabkommen, das Kyoto-Protokoll, verlängert werden.
EU führungsschwach, USA kompromisslos
Mit einem Protestmarsch am Veranstaltungsort Durban haben auch
Greenpeace-Aktivisten unter tausenden Demonstranten am gestrigen
Samstag mehr Klima-Gerechtigkeit gefordert. "Der Klimaprozess ist in
einer tiefen Krise und kann nur dann gerettet werden, wenn die EU
sich mit gleichgesinnten Staaten verbündet und sich nicht weiter von
den USA am Nasenring führen lässt", sagt Krug. Die USA wehren sich -
wie bereits bei den vorigen Konferenzen in Cancun und Kopenhagen -
gegen verbindliche CO2-Reduktionsziele und ein rechtsverbindliches
Klimaabkommen. Die EU ist über die Frage eines ehrgeizigeren
Klimaziels zerstritten und will sich nur dann dazu entschließen, wenn
es Zugeständnisse von den USA und von großen Schwellenländern wie
China gibt.
CO2-Reduktionsziele und Finanzierung von Klimaschutz weiterhin
unzureichend
Mit den derzeit geltenden CO2-Reduktionszielen ist das Ziel der
internationalen Klimapolitik, die Erwärmung in diesem Jahrhundert
unter zwei Grad Celsius zu halten, nicht zu erreichen. Vielmehr
drohen derzeit vier bis sechs Grad Erwärmung, wenn die Klimaziele
nicht deutlich verschärft werden. Auch die Finanzierung der nötigen
Klimaschutzmaßnahmen ist ungeklärt: Die Industrienationen hatten bei
der Konferenz in Kopenhagen 100 Milliarden Dollar pro Jahr ab dem
Jahr 2020 versprochen. Damit sollen Maßnahmen für Klimaschutz und
Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern finanziert
werden. Woher das Geld kommen soll, ist bisher jedoch unklar - bei
einem dafür vorgesehenen "Grünen Klimafonds" wurden in Durban bisher
keine Fortschritte erreicht.
Achtung Redaktionen: Sie erreichen Stefan Krug (Leiter politische
Vertretung) und Martin Kaiser (Leiter Internationale Klimapolitik) in
Durban. Anfragen bitte an Tina Loeffelbein vor Ort: Tel.
0151-16720915 oder 0027 72-4276693; Email
Tina.Loeffelbein@greenpeace.de. Hintergründe von Martin Kaiser über
Twitter (twitter.com/martinkaisergp) und den Durban-Blog
(gpurl.de/durban). Infografik Durban-Roadmap: http://bit.ly/vwl6xv
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.12.2011 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 533211
Anzahl Zeichen: 3499
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Durban/Südafrika
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 288 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klimagipfel: Wo bleibt das Engagement der "Klimakanzlerin"? / Greenpeace: Schwellenländer für Klimaschutzvertrag gewinnen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr
Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Durban-Weltklimagipfel kommt nur mit Trippelschritten voran. "Deutschland und EU müssen politisches Mikado beenden" ...
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht nach der ersten Verhandlungswoche beim Weltklimagipfel in Südafrika noch keine substantiellen Fortschritte. Ann-Kathrin Schneider, Beobachterin für den BUND in Durban: "Zwar liegen Vorschläge für eine zweite Kyoto-Verpflichtu
Petrobras aus Brasilien im Rahmen der Platts Global Energy Awards als ?Unternehmen? und ?Produzent des Jahres? ausgezeichnet; ?CEO?-Preis geht an Liveris von Dow Chemical ...
Deutschland, Kanada, Spanien, Indien, Niederlande, Vereinigte Staaten und Brasilien erhalten Auszeichnungen auf der 13. Jahresveranstaltung Gewinner aus sieben verschiedenen Ländern und Kontinenten sicherten sich im Rahmen der 13. jährlichen Platts Global Energy
China Sunergy präsentiert wichtigen europäischen Kunden Quasar- und Bifacial-Module auf einer Veranstaltung in Wien ...
- Der CEO, CTO, CSO und das gesamte europäische Verkaufsteam nahmen teil China Sunergy Co., Ltd. ("China Sunergy" oder das "Unternehmen"), ein auf Solarzellen und -module spezialisierter Hersteller, hielt heute in Wien anlässlich der endgültigen Markteinfü
AUO schließt Südafrikas erstes 1,2 MW-Solarprojekt ab ...
- Modulkapazität nimmt dank weltweiten Betriebs und lokaler Lieferung Führungsposition in Taiwan ein Der weltweit führende Anbieter von Display- und Solarlösungen AU Optronics ("AUO" oder das "Unternehmen") hat heute beka




