Kinderstube, Knigge, Kopfnoten – Sind das Arbeits- und Sozialverhalten wichtiger als Zeugnisse?
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von Alexander Wenger
Insbesondere die so genannten „Kopfnoten“ sind in diesem Zusammenhang in Nordrhein-Westfalen in die Diskussion geraten. „Das ist Vorselektion für Unternehmen, mehr nicht“, kritisierte beispielsweise der Sprecher der Landesschülervertretung in NRW, Horst Wenzel. Personalexperte Emde sieht das anders: „Ich halte den Begriff Kopfnoten für sehr unglücklich. Man hätte dem Kind einen anderen Namen geben sollen. Ähnliche Erfahrungen haben wir ja mit der Kopfprämie im Gesundheitswesen gemacht. Eine eigentlich gute Sache – denn auch ‚schlechte’ Schüler können pünktlich oder fleißig sein – hat ein nicht so tolles Etikett bekommen und wird daher vielfach abgelehnt.“
Martina Ernst, Geschäftsführerin der IHK-Vereinigung von NRW, schloss sich gegenüber der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de, dieser Meinung an: „Wir müssen das Gesamtbild beurteilen können, und dazu gehört auch das Arbeits- und Sozialverhalten.“ Ob die jetzige Regelung mit sechs Kopfnoten aber nicht zu aufwendig und bürokratisch ist und es vielleicht auch zwei tun, um das Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler zu beurteilen, steht dahin. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in NRW, Helmut Stahl, schloss Änderungen am System nicht aus. Politik müsse korrekturfähig sein, so seine Devise.
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Datum: 16.07.2008 - 08:40 Uhr
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