Neues Deutschland: Rente mit 67: Sinneswandel
ID: 548809
was dem Parteivolk schon lange klar war: Die Rente mit 67 ist nichts
anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür. Nur fünf Tage
nach dem offiziellen Start der Reform, die das deutsche Rentensystem
demografiefest machen soll, äußern führende Genossen ihre
diesbezüglichen Bedenken. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles will
die Verlängerung der Lebensarbeitszeit per Gesetz aussetzen lassen.
Aufgeschoben heißt jedoch bekanntlich nicht aufgehoben. Trotzdem
überrascht die Kehrtwende, die die SPD-Führung in den vergangenen
Monaten vollzog. Haben sich doch die Ausgangsbedingungen für die
Rente mit 67 seit dem Beschluss, sie einzuführen, kaum geändert. Im
Jahre 2007 setzten SPD und Union das Projekt durch, obwohl bekannt
war, dass kaum ein Arbeitnehmer bis zu der bislang geltenden
Altersgrenze von 65 Jahren voll berufstätig war. Die einzige der im
Bundestag vertretenen Parteien, die sich schon damals ohne Wenn und
Aber gegen die Reform stellte, war die LINKE. Auch deshalb stimmten
2009 beinahe zwölf Prozent aller Wähler für die Linkspartei. Bei der
SPD dürfte man daraus ganz eigene Schlüsse gezogen haben. Der
Kurswechsel bleibt aber halbherzig und ist selbst innerhalb der
Partei umstritten, wie die Reaktionen der SPD-Granden Steinbrück und
Müntefering zeigen. Der Schwenk der Genossen zielt auf die
Bundestagswahl 2013. Die Botschaft lautet: Wählt ihr uns, setzen wir
die Rente mit 67 aus. Ob die Wähler der SPD den Sinneswandel
abnehmen, bleibt abzuwarten.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.01.2012 - 18:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 548809
Anzahl Zeichen: 1817
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: Rente mit 67: Sinneswandel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neues Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von Neues Deutschland
Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert die Diskussion um FDP-"General" Döring (Donnerstagausgabe) ...
Das liberale Desaster Als Patrick Döring vor knapp einem Monat überraschend Generalsekretär der Liberalen wurde, da priesen ihn seine Anhänger als Freund klarer Worte. Nach dem resignierenden, eher philosophisch-grüblerisch veranlagten Christian Lindner nun also einer von der Abteilung
Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert die Kritik an den Babyklappen (Donnerstagausgabe) ...
Akzeptable Notlösung Babyklappe - das Wort klingt provokant. Aber es hat sich durchgesetzt, auch weil es klar bezeichnet, worum es geht: In einer Babyklappe können verzweifelte Mütter ihr Neugeborenes unkompliziert loswerden. Nun äußert Terre des Hommes grundsätzliche Zweifel am Nut
LVZ: Umfrage der Mediengruppe Madsack: Jeder zweite Deutsche will Wulffs Rücktritt ...
Berlin. Deutschland ist gespalten, wenn es um die Frage geht, ob Bundespräsident Christian Wulff nach seiner Kreditaffäre und Drohanrufen bei der Presse zurücktreten soll. 46 Prozent der Deutschen meinen, er sollte sein Amt zur Verfügung stellen, ebenso viele meinen aber, er solle bleiben. D
Endlich: Arbeitnehmerfreizügigkeit für Pflegefachkräfte aus Bulgarien und Rumänien! / Bundesregierung setzt bpa-Forderung um: Arbeitsbeschränkung für Pflegefachkräfte entfällt ...
Die aktuell vorgelegte Statistik der Bundesagentur für Arbeit belegt den enormen Fachkräftemangel in der Altenpflege. Auf diesen Pflegefachkräftemangel weist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) bereits seit langem kontinuierlich hin und fordert neben den Maßnahmen im I




