Neue OZ: Kommentar zu Metropolen-Bibliothek
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Berlin will sich also eine Metropolen-Bibliothek für 270 Millionen
Euro leisten. Ein mutiges Vorhaben ist es in finanziell klammen
Zeiten, dennoch oder jetzt erst recht mit einem Neubau in Bildung für
alle Altersklassen zu investieren. Der Bau ist für die Stadt jedoch
mehr als ein kulturelles Prestigeobjekt. Es ist ein stadtplanerischer
Schachzug. Schließlich soll die Mega-Bibliothek das brachliegende
Tempelhofer Feld beleben und weitere Ansiedlungen befördern. Der
gewählte Standort wird Nachbesserungen bei der Infrastruktur zur
Folge haben.
Wowereit drängt offenbar, im Sinne einer Kostenersparnis, nun auf
eine kurze Planungsphase. Bleibt zu hoffen, dass sich die Berliner in
der Eile nicht verrechnen. Denn ein finanzielles Desaster wie den Bau
der Elbphilharmonie in Hamburg kann die Hauptstadt wahrlich nicht
gebrauchen. Und einen Neubau, dessen Folgekosten am Ende den
Kulturetat der Stadt belasten, auch nicht.
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Datum: 05.01.2012 - 22:00 Uhr
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