Staatsministerin Pieper zum Tod der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska

Staatsministerin Pieper zum Tod der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska

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Staatsministerin Pieper zum Tod der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska



(pressrelations) - Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Koordinatorin für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit, Cornelia Pieper, erklärte heute (03.02.) in Berlin zum Tod der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska am 01. Februar 2012:

"Mit Betroffenheit und Trauer habe ich die Nachricht vom Tod der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska in Krakau vernommen. Frau Szymborska war über Jahrzehnte eine überragende Vertreterin der polnischen Literatur mit großem Einfluss auf Kunst, Kultur und Gesellschaft ihres Heimatlandes.

Mit Wislawa Szymborska verliert Polen und Europa eine große Lyrikerin, die - vor dem Hintergrund gerade auch ihrer eigenen Totalitarismuserfahrungen - wie kaum eine andere die Abneigung gegen jede Art ideologischer Vereinnahmung und den tiefen Glauben an den Menschen miteinander verbunden und zum Zentrum ihres Schaffens gemacht hat.

Ich drücke dem polnischen Volk meine tief empfundene Anteilnahme aus."

Frau Szymborska wurde 1923 bei Posen geboren und zog sechs Jahre später mit ihrer Familie nach Krakau, wo die Dichterin bis zu ihrem Tod lebte und schrieb. Dank der Übersetzungen ihrer Arbeiten durch ihren Übersetzer Karl Dedecius wurde Frau Szymborska auch einem großen Publikum in der Bundesrepublik bekannt, die außerordentliche Wertschätzung ihres Werks fand u.a. Ausdruck in der Verleihung des Goethe-Preises (1991), des Herder-Preises (1995) und des Samuel-Bogumil-Linde-Preises (1996). In der DDR erschienen ihre Gedichte erstmals im Jahre 1979 in der Übersetzung von Jutta Janke. In der Begründung für die 1996 erfolgte Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur heißt es, sie habe ein Werk geschaffen habe, "das ironisch-präzise den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten lässt."


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Datum: 03.02.2012 - 15:00 Uhr
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