Schwäbische Zeitung: Bravo, Vater Teresa! - Kommentar
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sich alles, was in Bayern Rang und Namen hatte, daranmachte, einen
60-jährigen Jubilar heftig zu feiern und noch mehr zu loben.
Karl-Heinz Rummenigge, einstens sein kongenialer Kollege auf dem
Spielfeld, nun sein Mitarbeiter, hub an, den Präsidenten des FC
Bayern zu preisen: "Seele des Vereins", nannte er ihn, "Vater Teresa
vom Tegernsee und Nelson Mandela von der Säbener Straße, Mutter aller
Manager."
Das klingt arg geschwollen - und trifft die Chose doch. Dass
Hoeneß den vor dem Bankrott stehenden FC St. Pauli einst mittels
eines Freundschaftsspiels sanierte, ist bekannt. Dass er den
Ligakonkurrenten Borussia Dortmund mit Millionen ebenfalls vor dem
finanziellen Kollaps rettete, kam erst jetzt heraus. Der Bayern-Boß
ist kein BVB-Fan, aber ein Konservativer, der lieber einen
Traditionsverein im Oberhaus hat, als Retortenklubs wie Hoffenheim.
Dass er sich damit unliebsame Konkurrenz erhielt, macht die Chose
noch bewundernswerter. Die Bundesliga muss froh sein, dass sie einen
hat wie den Vater Teresa vom Tegernsee.
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Datum: 06.02.2012 - 21:27 Uhr
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