Weser-Kurier: NGG-Vorsitzender Franz-Josef Möllenberg im Bremer WESER-KURIER zum Thema Mindestlohn
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Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat die Euphorie um
die derzeitige Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt kritisiert.
"Wenn wir hinter die Kulissen unseres sogenannten
Beschäftigungswunders blicken, müssen wir feststellen, dass es zum
großen Teil auf einem Billigzyklus von Hungerlöhnen, Leiharbeit,
Werksverträgen und Minijobs beruht", sagte Möllenberg dem Bremer
WESER-KURIER (Freitagausgabe). Hinzu kommt laut dem
Gewerkschaftschef, dass der deutsche Exportboom zu Lasten der
europäischen Nachbarländer gehe. "Unsere Ausfuhren sind über deren
Schulden finanziert", sagte Möllenberg. Der NGG-Chef forderte einen
tariflichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Im Frühjahr gebe es etwa für
das Bremer Gastgewerbe die nächste Tarifrunde. "Da können die
Arbeitgeber unter Beweis stellen, dass sie bereit sind, einen
tariflichen Mindestlohn von 8,50 Euro mit der NGG zu regeln", sagte
er. Wenn es tariflich nicht zu regeln sei, stehe ein gesetzlicher
Mindestlohn von 8,50 Euro weiter auf der Tagesordnung.
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Datum: 09.02.2012 - 19:18 Uhr
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