Neue OZ: Kommentar zu Renten / EU
ID: 573417
Auch das noch: Zuerst fordert die EU-Kommission indirekt eine
Rente mit 70. Und nun legt sie womöglich außerdem die Axt an einen
tragenden Pfeiler deutscher Altersvorsorge: die Betriebsrenten.
Millionen von Rentnern haben allen Grund, beunruhigt zu sein, wenn
die Europäische Union in dieser Woche ihr "Weißbuch Rente" vorlegt.
Tatsache bleibt: Das Niveau der gesetzlichen Rente ist deutlich
gesunken - Tendenz weiter fallend. Umso wichtiger sind die zweite und
die dritte Säule der Altersvorsorge, also private Rücklagen und
Versicherungen sowie Betriebsrenten. Aufgabe der Politik sollte es
sein, diese zusätzlichen Säulen zu stärken. Die Pläne der
EU-Kommission laufen aber auf das Gegenteil hinaus. Indem die EU
allzu scharfe Eigenkapitalanforderungen formuliert und die
Belastungen für die Arbeitgeber in die Höhe schraubt, entzieht sie
einem erfolgreichen Modell die Basis.
Wenig zielführend ist aus deutscher Sicht auch der Appell, das
Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Mag sein,
dass eines Tages die Rente mit 70 oder gar 72 zur Regel wird. Doch
zunächst gilt es erst einmal, die Rente mit 67 umzusetzen. Und da
gibt es noch reichlich zu tun, vor allem bei der Beschäftigung
älterer Arbeitnehmer.
Erst wenn dieser Schritt getan ist, kann sinnvollerweise über den
nächsten diskutiert werden. Seriöse Rentenpolitik lebt nicht nur von
der Einsicht in harte demografische Fakten, sondern auch davon,
soziale Brüche zu vermeiden.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.02.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 573417
Anzahl Zeichen: 1819
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Renten / EU"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Kommunen fordern und erwarten vom Bund-Länder-Gipfel an diesem Donnerstag Beschlüsse zu Milliarden-Einsparungen im sozialen Bereich. "Unsere Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch, der Tag der Entscheidung ist gekommen, und dabei darf es nicht bei Millionenbeträgen stehen bleiben&
Mehr Steuern für Reiche, weniger für alle Anderen: Was die Linke mit der Steuer vorhat / Linke legt eigenes Steuerkonzept vor - Reichinnek: Regierung macht "Politik für reiche Kumpels" ...
Angesichts der Debatte über eine Steuerreform hat die Linke im Bundestag ein eigenes Konzept vorgelegt und fordert radikale Änderungen bei der Einkommensteuer auf Kosten von Spitzenverdienern und Millionären. "Bisher hat sich die Koalition vor allem dadurch ausgezeichnet, Politik für ihre r
Außenminister bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht/Johann Wadephul sieht sich als mächtigsten Plattsnacker der Welt ...
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht. "Sie sind auch ein bisschen traurig, dass sie das nicht gelernt haben", sagte er im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (noz). Seine Frau spreche kein Platt. "Das heiß
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit / Krankenkassen ...
Zu Recht zurückhaltend Es ist ein Luxusproblem, um das uns Menschen in vielen anderen Ländern beneiden: Gesundheitsminister Daniel Bahr will, dass die gesetzlichen Krankenkassen Milliardenüberschüsse an die Versicherten auszahlen, und die Kassen lehnen ab. Wer hätte nicht gerne am Jahre
Neue OZ: Kommentar zu Kommunen / Duisburg / Sauerland / Bürgerentscheid ...
Endlich ist ein Neuanfang möglich Nun hat Adolf Sauerland das, was er seit der Love-Parade-Katastrophe immer wieder als einzig legitime Grundlage für sein weiteres politisches Schicksal angab, das Votum der Duisburger Bürger. Und das lautet klar und deutlich: Sie wollen ihn nicht mehr. FÃ
Neue OZ: Kommentar zu Internet / Acta ...
Die Macht der Masse Man stelle sich vor, die jungen Menschen wären nicht gegen Acta auf die Straße gegangen. Vermutlich wäre das Antipiraterieabkommen, das die Handschrift von Lobbyisten trägt, auch in Deutschland durchgewinkt worden. Zehntausenden Demonstranten ist es zu verdanken, dass
Neue OZ: Kommentar zu Bundesrat / Abfall / Kreislaufwirtschaftsgesetz ...
Chance vertan Die Kanzlerin schließt voller Stolz dubiose Rohstoffabkommen, wie in dieser Woche mit Kasachstan. Dabei wäre es besser, sie konzentrierte sich auf das Naheliegende: Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz fördert die Politik jedenfalls nicht die Unabhängigkeit Deutschlands




