Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Basel III

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(ots) - Wer verhindern will, dass die Finanzbranche -
wie insbesondere vor 2008 in den USA - zu leichtfertig Kredite
vergibt und dadurch nicht nur sich, sondern ganze Volkswirtschaften
in die Bredouille bringt, muss zusätzliche Sicherheitslinien
einziehen. Das ist Sinn und Zweck der unter dem Namen Basel III
vereinbarten, bald weltweit gültigen neuen Kreditvorschriften. Dass
die Darlehen durch mehr Bürokratie und höhere
Eigenkapital-Anforderungen teurer werden, liegt auf der Hand. Das
wissen auch die deutschen Sparkassen und Volksbanken. Sie fordern
deshalb nicht völlige Neuverhandlungen, sondern ein sorgsameres
Austarieren. Derzeit neigt sich die Waage in Brüssel zu Lasten der
kleinen und mittleren Geldinstitute. Sie sind in Deutschland die
finanzielle Stütze des Mittelstandes. Deshalb geht es nicht um ein
paar Euro mehr oder weniger Gewinn in den Kassen einiger
Geldinstitute. In Gefahr sind vielmehr die besonderen
Wettbewerbsbedingungen und der Vorsprung der deutschen
Volkswirtschaft im kriselnden Europa. Das sollte alle Anstrengungen
der Politiker wert sein, die Waage im letzten Augenblick noch ins Lot
zu bringen.



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Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261



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Börsen-Zeitung: Unverdaulicher Einheitsbrei, Kommentar zur Bankenregulierung von Bernd Wittkowski
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Datum: 15.02.2012 - 20:35 Uhr
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