Wo bleibt die Energiewende?
ID: 575728
Wo bleibt die Energiewende?
Umweltverbände kritisieren Kampagne gegen den Umbau: "Blockade der Energiekonzerne und politisches Versagen"
Vor elf Monaten kam es zu dem katastrophalen Atom-GAU im japanischen Fukushima, vor sieben Monaten beschloss die Bundesregierung eine Energiewende. Doch die Neuordnung kommt nur langsam voran. Die großen Energieunternehmen blockieren den Umbau, die Finanzmittel zur Förderung werden zusammengestrichen, die Bundesminister Rösler und Röttgen streiten sich ohne Ergebnis, es gibt kein koordiniertes Vorgehen für eine gemeinsame Anstrengung.
Dazu DNR-Präsident Hubert Weinzierl:
"Die Kräfte, die mit der alten Energiepolitik weitermachen wollen, haben überwintert und werfen Sand ins Getriebe der Erneuerung. Wer den Umstieg will, muss sie auch organisieren, der Markt allein ist nicht der Motor. Im Gegenteil: Die Umweltverbände haben den Eindruck, dass es eine Kampagne gegen die Energiewende gibt. Warum sonst kommen die Investitionen in die Infrastruktur nicht voran, obwohl die Möglichkeiten da sind?
Die groß angekündigte Energiewende ist in der Zwischenzeit auf ein ideenloses, unkreatives, unengagiertes Handeln der Bundesregierung reduziert worden. Und die innovativen Verbände der erneuerbaren Energien, die in den letzten Jahren eine führende Rolle eingenommen hatten, kämpfen immer häufiger darum, dass die beschlossene Unterstützung nicht noch weiter gekürzt wird.
Ein weiteres negatives Beispiel für die zunehmende Blockade sind die abenteuerlichen Thesen des RWE-Managers Fritz Vahrenholt, der vom Umweltbundesamts-Mitarbeiter zum Klimaleugner wurde. In seinem Buch ?Die kalte Sonne? schürt er gezielt Verunsicherung. Der Mensch sei nicht der Hauptschuldige des Klimawandels und dieser werde weitaus weniger schlimm ausfallen als prognostiziert. Vahrenholt, der kein Klimawissenschaftler ist, hat die Zusammenhänge nicht verstanden, wird aber zum Kronzeugen einer ökoreaktionären Gegenbewegung. Seine Thesen wurden bisher nur von Splittergruppen am rechten Rand der Gesellschaft vertreten."
Michael Müller, DNR-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender der Natur-Freunde:
"Die Mischung aus politischem Versagen und ökonomischen Blockaden ist verantwortungslos, eine einzige Dummheit. Gerade vor dem Hinter-grund der Wirtschaftskrise ist die Energiewende die wichtigste Chance, die Realwirtschaft zu stärken. Doch an den politischen Schlüsselpositionen stehen zwei Minister, die mehr mit sich als mit der Sache beschäftigt sind.
Die Wirtschaft muss stabilisiert werden. Das ist ein Gebot angesichts der ökonomischen Instabilität. Und nur, wenn die Infrastruktur in Richtung auf eine Ökologisierung der Industriestrukturen umgebaut wird, kann Deutschland seine Stärke behalten."
DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen:
"Wir brauchen eine ?Green Economy?. Politik darf nicht immer erst rea-gieren, wenn die Krise da ist, sondern muss frühzeitig handeln. Viel Zeit ist schon verloren gegangen und bei den handelnden Personen ist zu be-fürchten, dass sich das nicht ändert."
Weitere Informationen:
Deutscher Naturschutzring
Dr. Helmut Röscheisen
Tel.: 0160/97209108
info@dnr.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 16.02.2012 - 11:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 575728
Anzahl Zeichen: 3474
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 236 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wo bleibt die Energiewende?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Naturschutzring (DNR) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Spitzenverbände aus dem Umwelt- und Kulturbereich, der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Deutsche Kulturrat, fordern die Bundesregierung auf, hiesige Umwelt- und Kulturstandards nicht zugunsten einer ungezügelten Deregulierung des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens zu opfern
DNR zum Hochwassergipfel ...
Ja zur finanziellen Hilfe - wo bleibt Verschärfung beim Hochwassserschutzgesetz! Zum heutigen Hochwassergipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen: "Wir begrüßen die Finanzhilfen, vermissen aber d
Resolution zum Hochwasserschutz ...
verabschiedet vom DNR-Präsidium am 4. Juni 2013 in Berlin Die aktuellen Hochwasserereignisse in Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, aber auch in den europäischen Nachbarländern, die das katastrophale Jahrhunderthochwasser von 2002 noch überbieten, führen uns dramatisch vor Auge
Weitere Mitteilungen von Deutscher Naturschutzring (DNR)
PTC wächst auch im ersten Quartal 2012 stark weiter ...
Highlights: 20 Prozent Umsatzwachstum und Erhöhung der Langfrist-Ziele für 2015; allein im ersten Quartal 2012 bereits 24 PLM-Großaufträge von Continental, Danfoss, Schaeffler und Samsung u.a.; Ausbau des Geschäfts in die fünf Marktsegmente PLM, MCAD, SCM, ALM, SLM PTC gibt seine Erge
PALFINGER beweist seine Flexibilität - auch im Geschäftsbericht 2011 ...
Die PALFINGER Gruppe veröffentlichte heute ihren Geschäftsbericht über das Jahr 2011. Das Konzept spiegelt einen wesentlichen Erfolgsfaktor von PALFINGER wider: Flexibilität. "Wir haben im Jahr 2010 die weitere Flexibilisierung unserer Gruppe in die Strategie aufgenommen, um der steigenden
Zink: Rohstoff mit Zukunft ...
(Düsseldorf, 16.02.2012) Der schonende und effiziente Umgang mit Ressourcen steht heute für Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Als Rahmen dafür hat die EU-Kommission im September 2011 den "Fahrplan zu einem ressourcenschonenden Europa" vorgestellt. Parallel arbeitet die deutsche Bund
Pitney Bowes: Farbenfrohe Revolution auf der CeBIT ...
Heppenheim, 16. Februar 2012 - Highlight des CeBIT-Auftritts 2012 von Pitney Bowes, einem der Technologieführer im Bereich der physischen und elektronischen Dokumenten- und Postbearbeitung, ist die Frankiersystem-Serie Connect+. Sie eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei der Postgestaltung und e




