Mittelbayerische Zeitung: Es geht um Anerkennung
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Der Vorschlag des Verteidigungsministers ist richtig und
konsequent. Ja, wir haben immer noch Probleme, uns damit abzufinden,
dass deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt werden. Dass sie dort
nicht nur Brunnen bohren. Dass sie ihre Waffen nicht
sicherheitshalber dabei haben. Dass sie unter Feuer geraten. Dass sie
kämpfen. Dass sie sterben. Die Realität hat die Bundeswehr längst
eingeholt. Nur eben die deutsche Öffentlichkeit noch nicht. Sicher:
Ein Heldengedenken wie in anderen Ländern wird es bei uns nie geben.
Nach dem Gräuel der NS-Zeit, nach zwei Weltkriegen, die Deutschland
heraufbeschwor, ist ein Umgang mit dem Krieg, wie ihn andere Staaten
pflegen, unmöglich. Auch nach dem Luftangriff von Kundus auf Befehl
eines Deutschen, der über hundert zivile Opfer forderte, ist es
unmöglich, dem Krieg etwas Ehrenswertes abzugewinnen. Das alles ist
richtig. Aber richtig ist auch, dass es nicht um den Krieg geht.
Sondern um deutsche Soldaten, die ihr Leben einsetzen. Dafür haben
sie Anerkennung verdient.
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Datum: 16.02.2012 - 19:56 Uhr
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