Rheinische Post: Streik-Risiko wächst
ID: 578757
Der Streik der Lotsen am Frankfurter Flughafen macht erneut die
Tragweite des Urteils bewusst, mit dem das Bundesarbeitsgericht im
Sommer 2010 die bis dahin übliche Praxis gekippt hat: Früher
schlossen Unternehmen mit der jeweils größten Gewerkschaft im Haus
einen Tarifvertrag ab, der für alle Mitarbeiter galt. Mit dem Urteil
wird nun zur Regel, was vorher Ausnahme war: Jetzt soll jede auch
noch so kleine Gewerkschaft autonom für die Löhne ihrer Mitglieder
kämpfen - unabhängig vom Rest der Belegschaft. Davon profitieren vor
allem kleine Berufsgruppen in Schlüsselpositionen: Lokführer,
Krankenhausärzte, Piloten, Flugbegleiter und Vorfeldlotsen können
jetzt leichter auch extreme Forderungen durchsetzen, die früher
aufgrund der Gültigkeit für die gesamte Belegschaft unbezahlbar
gewesen wären. Das Urteil hat zwar die Konkurrenz unter den
Gewerkschaften gefördert und auch das bisweilen gefährliche
Machtpotenzial von Riesen-Gewerkschaften wie verdi oder der IG Metall
relativiert. Inzwischen werden aber auch seine Schattenseiten
deutlich: Die Solidarität der Arbeitnehmerschaft weicht sichtbar auf,
und die gewachsene Zahl der Konfliktlinien in den Betrieben führt zu
mehr Streiks, die - wie derzeit in Frankfurt - uns allen schaden.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2303
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.02.2012 - 20:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 578757
Anzahl Zeichen: 1549
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Streik-Risiko wächst"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Debatte um Gaucks "wilde Ehe" ...
Ja, Joachim Gauck lebt seit langem in "wilder Ehe". Na und? Wir haben in Deutschland homosexuelle Spitzenpolitiker, die mit ihren Partnern zusammenleben. Und Politiker, die sich öffentlich zu ihrem Kind aus einem Seitensprung bekennen. Und, und, und . . . Das ganze pralle Leben: Das gi
Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Euro-Hilfspaket für Griechenland ...
Eigentlich ist Insolvenzverschleppung in Deutschland eine Straftat. Nur die Politik schert sich nicht drum. Zwar ist Athen kein bundesrepublikanisches "Sparkommissariat", aber dem deutschen Steuerzahler wird dennoch tief in die Tasche gegriffen. Das neue Griechen-Rettungspaket kommt uns
Westdeutsche Zeitung: Griechenland = von Annette Ludwig ...
Seit zwei Jahren mühen sich die Euro-Länder, Griechenland vor der Pleite zu bewahren. Milliarden sind bereits geflossen, weitere Milliarden sollen nun fließen - doch gerettet sind die Griechen damit noch lange nicht. Statt Euphorie macht sich in der Euro-Zone Ernüchterung breit. Und die Ergebn
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rente mit 67 ...
Politiker müssen noch viel Überzeugungsarbeit leisten, bevor die Rente mit 67 zu einem Wahlkampfschlager wird. Auch Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) redet sich den Arbeitsmarktbericht für ältere Arbeitnehmer schön, wenn sie von erheblichen Fortschritten spricht. Mit Zahlen und Statistik




