Neue Labore für Jülicher Photovoltaik
ID: 580204
Neue Labore für Jülicher Photovoltaik
Aus einer Hand voll Sand
Das Forschungszentrum Jülich hat ein neues Photovoltaik-Technikum. Auf einer Fläche von 560 Quadratmetern bietet das Labor modernste Möglichkeiten, um Dünnschichtsolarmodule aus Silizium zu testen und weiterzuentwickeln. Der 2,1 Millionen Euro teure Neubau ist ausgestattet mit chemischen und physikalischen Messräumen.
"Aus einer Hand voll Sand machen wir 25 Quadratmeter Solarzellen." Das ist das Motto der Forscher für ihre Jülicher Silizium-Dünnschicht-Technologie. Im Photovoltaik-Technikum haben die Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit, Module bis zu einer Größe von 1,4 Quadratmetern auf Alterung, Lichtempfindlichkeit und Defekte zu überprüfen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie entwickeln sie neue Beschichtungs- und Herstellungsprozesse.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Neubau mit 1,35 Millionen Euro gefördert ? als Beitrag für den Erhalt der Spitzenposition der deutschen Forschung. Durch frühzeitige Kooperationen mit der Industrie sollen Herstellungskosten gesenkt und Wirkungsgrade gesteigert werden, um Investitionen und Industrie im Land zu halten. Zur Eröffnung wünschte Prof. Hans-Joachim Queisser als Pionier der Photovoltaik viel Glück. Die wirtschaftlichen Zwänge seien sehr hoch. Man forsche hier nördlich des 50. Breitengrades und China sei auf großen Flächen südlich des 30. Breitgrades unterwegs.
Die Arbeiten der 110 Mitarbeiter des Instituts für Energieforschung im Bereich Photovoltaik konzentrieren sich auf die Entwicklung von Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium. Für diese Solarzellen werden transparente, leitfähige Kontaktschichten entwickelt, die durch ihre Mikrotextur für einen besonders effektiven Lichteinfang sorgen. Als zukunftsweisendes Thema bearbeitet das "IEK-5" alle Aspekte von Nanotechnologie im Bereich der photovoltaischen Energiewandlung ? zum Beispiel nano-optische Komponenten zum verbesserten Lichteinfang in Solarzellen oder nano-strukturierte Materialien als funktionale Elemente, wie etwa neuartige Kontakt- oder Absorberschichten.
Günstige Produktion
Seit 1990 wird in Jülich mit amorphem und mikrokristallinem Silizium geforscht. Im Gegensatz zu weit verbreiteten Silizium-Wafern erlaubt es eine energie- und damit kostensparende Solarzellenproduktion. Der Bereich Photovoltaik gehört zu den weltweit größten und führenden Forschungsinstituten im Sektor der Silizium-basierten Dünnschichtphotovoltaik. Das Institut arbeitet mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie sowohl an der konsequenten technologischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Siliziumdünnschicht-Solarmodulen, als auch an neuen physikalischen Konzepten der photovoltaischen Energiewandlung. In Ergänzung zur grundlagenorientierten Materialforschung nimmt die erfolgreiche industrielle Umsetzung eine zunehmende Rolle ein.
Kontakt:
BINE Informationsdienst
FIZ Karlsruhe - Büro Bonn
Redaktionsleitung: Johannes Lang
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
Tel. (+49) 228 92379-0
Fax (+49) 228 92379-29
E-Mail redaktion@bine.info
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 23.02.2012 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 580204
Anzahl Zeichen: 3484
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 323 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Labore für Jülicher Photovoltaik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BINE Informationsdienst (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Für die Nutzung der Windenergie bieten die Hersteller immer größere und leistungsstärkere Anlagen an. Besonders wenn diese offshore im Meer installiert sind, zerren extreme Kräfte an Rotoren, Masten und Fundamenten. Das BINE-Projektinfo "Turm und Fundamente testen" (05/2015) stellt
Sonnenenergie mit neuen Materialien speichern ...
Die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe NEOTHERM an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt neue Werkstoffe zur Speicherung thermischer Energie. Die Wissenschaftler der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik wollen mit neuen Kompositwerkstoffen ungenutzte solare Wärme
Drei energieeffiziente Städte kooperieren ...
Kooperation zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz Wie erfolgreich sind Energieeffizienz-Projekte in Städten? Das wollen Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer D-A-CH-Zusammenarbeit herausfinden. Bis Ende 2014 messen und bewerten die Wissenschaftler für Karl
Weitere Mitteilungen von BINE Informationsdienst
Vernissage: Globalisierung – Verbindungen – Zeit „Der gewonnene und verlorene Tag“ – 6 Kontinente, 12 Künstlerinnen und Künstler“ ...
Bei der 48-stündigen Eröffnung am Mittwoch, 29. Februar 2012 ab 19:00 Uhr wird das Motto „Globalisierung – Verbindungen – Zeit“ durch eine vielschichtige Präsentation erlebbar. 12 ausgewählte Künstlerinnen und Künstler werden via Skype zugeschaltet sein. Die Aufgabe der Künstler ist e
Erfolgreiche Premiere für den DEUTSCHEN SCHAUSPIELERPREIS ...
Am Abend des 12. Februar 2012, anlässlich der Berlinale 2012, feierten rund 700 Gäste aus Film, Fernsehen, Politik und Gesellschaft die Premiere des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2012 presented by Sony Ericsson im MARITIM Hotel Berlin. Rund 2.300 Schauspieler und Branchenfreunde kamen zur anschließ
Einladung zum Presse-/Fototermin Klassiker der Kunst für kleine Kinder: "Die Sendung mit dem Elefanten" und das Wallraf-Richartz-Museum starten Zusammenarbeit ...
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wie kleine Kinder Kunst entdecken können, das zeigt die neue Zusammenarbeit des WDR mit dem renommierten Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Erstmals werden Kinder die neue "Kinderführung mit dem Elefanten" machen. Und
Mara Ferr, 41 Rue Loubert: Ein packender Krimi der Extraklasse ...
Sie waren noch nie in der Rue Loubert? - Lassen Sie sich hinter die faszinierenden Kulissen des Pariser Rotlichtmilieus der gehobenen Klasse entführen und begleiten Sie eine außergewöhnliche Prostituierte auf dem letzten Abschnitt ihres dramatischen Weges! Louise wird im Dezember sechzig. Sie ha




