Südwest Presse: Kommentar zur E-Mail-Überwachung
ID: 581897
Überschwang der Gefühle schon mal als "Bombe" bezeichnen. Oder als
"Granate". Sie alle sollten sich hüten, solche explosiven
Liebeserklärungen per E-Mail zu verschicken. Denn nach allem, was nun
über die Überwachung von Kommunikationsdaten durch die
Nachrichtendienste offenbar ist, genügt allein die Verwendung solcher
Begriffe, um ins Fadenkreuz der James Bonds unserer Zeit zu geraten.
Und schon hat Katharina Blum ihre Ehre verloren. Willkommen im
Schnüffelland? Diesen Eindruck muss gewinnen, wer hört, dass 37
Millionen E-Mails überprüft worden sind, aus denen dann 213 für
Geheimdienste verwertbare Hinweise resultierten. Hier schießen
staatliche Institutionen mit Kanonen auf ihre Bürger. Allein schon
die Verhältnismäßigkeit rechtfertigt diese Überwachung nicht. Da
zieht auch die gern ins Feld geführte Begründung nicht, wer nichts zu
verheimlichen habe, müsse auch nichts befürchten. Eine Grundfeste
unserer Demokratie und unseres Wertesystems ist die unantastbare
Intimsphäre. Sie fußt auf dem Ur-Vertrauen des Staates in seine
Bürger und nicht darauf, dass dieser Staat hinter jedem Zweiten im
Land einen Terrorsympatisanten oder Kriminellen vermutet. Die
Politik, die liberale allemal, sollte die Staatsschützer zu Raison
rufen und auf Kernaufgaben zurückstutzen. Etwa die, das Land vor
rechtem Terror zu schützen, anstatt Verliebte auszuspionieren.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.02.2012 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 581897
Anzahl Zeichen: 1687
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 233 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zur E-Mail-Überwachung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Kölner Stadt-Anzeiger: Butterwegge kandidiert nicht als Bundespräsident ...
Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge wird nicht für die Linke bei der Wahl zum Amt des Bundespräsidenten antreten. Das teilte der an der Universität Köln lehrende Politikwissenschaftler dem "Kölner Stadt-Anzeiger" am Sonntagabend mit. Butterwegge war partei-intern am
Märkische Oderzeitung: Montagausgabe) kommentiert die Forderung von Innenminister Friedrich, Griechenland möge aus der Euro-Zone austreten: ...
"Nein, der Bundesinnenminister ist weder für das internationale Finanzsystem noch für den Zustand der EU zuständig. Und trotzdem sind seine Äußerungen zu Griechenland notwendig. Denn er nimmt damit das auf, was die Mehrheit der Deutschen meint, bisher in der Bundesregierung aber nieman
Märkische Oderzeitung: (Montagausgabe) kommentiert den Berliner Parteitag der Piraten: ...
"Überraschungen gehören bei den Berliner Piraten schon zum politischen Tagesgeschäft. Womöglich sind die unverhofften Wendungen der Unerfahrenheit einer jungen Partei geschuldet, gleichzeitig bieten diese der Anhängerschaft viel Futter für Diskussionen auf der eigentlichen Bühne - de
DER STANDARD-Kommentar: "Ausschuss ad absurdum" von Gerald John ...
Wenn alle Behörden so wild mit dem Edding wüten, dann sind die Aufklärer mit dem Aktenstudium rasch fertig: Streichexzesse spielten sich in den Steuerunterlagen des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly ab, die der U-Ausschuss im Parlament geliefert bekam. Von einem Dokument war nur das Deckblatt l




