Lausitzer Rundschau: Flensburger Bahnhof
Ramsauer und die Punktereform
ID: 583983
Verkehrsminister in die Geschichte eingehen, der das immer
komplizierter gewordene Flensburger Punktesystem auf neue Füße
gestellt hat. Und das macht der Minister geschickt: Vor wenigen
Wochen ließ er einen Testballon steigen, um zu schauen, wie stark
sich die Gemüter angesichts einer Reform erhitzen würden. Am Dienstag
nun präsentierte Ramsauer Eckpunkte, freilich mit dem Zusatz, das
parlamentarische Verfahren und die öffentliche Debatte könnten manche
Dinge noch anders regeln. So setzt man alle mit ins Boot. Gleichwohl
bedeutet dies aber auch: Der Minister scheint sich seiner Sache nicht
gänzlich sicher zu sein. Aus gutem Grund: Autofahrer reagieren leicht
vergrätzt, wenn sie das Gefühl haben, ihnen werden neue Zumutungen
abverlangt. Allerdings ist das bei Ramsauers Reformplänen bislang
nicht der Fall. Einzig die neuen Verjährungsfristen von bis zu zehn
Jahren und dass man Punkte nicht mehr abbauen kann, müssen viele
Autofahrer wohl erst einmal verdauen. Alles andere hat etwas von
einem Flensburger Verschiebebahnhof: Weniger Punkte für die Vergehen,
aber auch weniger Punkte bis zum Verlust der Fahrerlaubnis. Was ist
gut, was ist schlecht? Das ist die entscheidende Frage. Gut ist zum
Beispiel, dass lapidare Verstöße keine Punkte mehr bedeuten. Schlecht
ist, dass kaum mehr differenziert wird - es gibt Vergehen wie die
Raserei, die schneller zum Führerscheinentzug führen müssen als
andere Delikte. Ob das zweistufige Punkte-System Ramsauers dem
gerecht wird, ist fraglich. Heikel bleibt zudem die Mitnahme der
alten Punkte. Richtig ist, dass es keine Amnestie geben darf, nicht
einmal einen Rabatt für notorische Verkehrsrowdys. Ob Ramsauers
Rechenmodell dies aber tatsächlich leisten wird, müssen nun die
Juristen klären.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.02.2012 - 18:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 583983
Anzahl Zeichen: 2131
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 205 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Flensburger Bahnhof
Ramsauer und die Punktereform"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Lausitzer Rundschau: Karlsruhe kontra Kungelei Richter stärken Abgeordnetenrechte ...
Kungelrunden gehören scheinbar so selbstverständlich zur Politik wie der Schnee zum Winter. Für den einfachen Abgeordneten ist das nicht unbedingt immer vergnügungssteuerpflichtig. Wenn zum Beispiel der in keinem Gesetz enthaltene Koalitionsausschuss einsame Beschlüsse fasst, dann dürfen
WAZ: Bischöfe setzen Signal - Kommentar von Angelika Wölk ...
Die katholische Kirche will ein guter Arbeitgeber sein. Ausufernde Leiharbeit, Lohndumping durch Ausgliederung, das soll bei den Kirchen nicht mehr vorkommen. Gut so. Die Bischöfe setzen ein starkes Signal - in doppelter Hinsicht. Zum einen gibt die Kirche ihren Mitarbeitern mehr Sicherheit. Zum
WAZ:Über Täter und ihre Opfer - Kommentar von Tobias Blasius ...
Das erste Trauma des NRW-Strafvollzugs heißt Siegburg. Seit im dortigen Gefängnis vor knapp sechs Jahren drei Häftlinge einen jungen Zellengenossen nach stundenlangem Martyrium in den Tod trieben, stellen sich hier Sicherheitsfragen drängender als in jedem anderen Bundesland. Das zweite Traum
Trierischer Volksfreund: Karlsruher Richter bremsen Euro-Geheimgremium - Leitartikel, Trierischer Volksfreund 29.02.2012 ...
Kungelrunden gehören scheinbar so selbstverständlich zur Politik wie der Schnee zum Winter. Für den einfachen Abgeordneten ist das nicht unbedingt immer vergnügungssteuerpflichtig. Wenn zum Beispiel der in keinem Gesetz enthaltene Koalitionsausschuss einsame Beschlüsse fasst, dann dürfen die




