Mißfelder: Teheran darf Chance nicht verspielen
ID: 591991
Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, hat dem Iran in
einem Brief "so rasch wie möglich" neue Gespräche zur Lösung des
Konflikts um das iranische Nuklearprogramm angeboten. Dazu erklärt
der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp
Mißfelder:
"Unser Ziel ist Frieden und Stabilität im Nahen Osten. Der Iran
hat entgegen diesem Ziel das Vertrauen der Weltgemeinschaft
missbraucht, indem er nach der Atomwaffe gegriffen hat. Der Iran darf
niemals die Fähigkeit haben, sich atomar zu bewaffnen und
Massenvernichtungsmittel zu verbreiten.
Das Regime muss aufhören gegen Resolutionen des Sicherheitsrates
zu verstoßen und nachweisen, dass sein Atomprogramm ausschließlich
friedlichen Zwecken und nicht dazu dient, seine Nachbarn und vor
allem Israel nuklear zu bedrohen.
Wir begrüßen, dass Präsident Obama sich hinter Israel gestellt hat
und gemeinsam mit den europäischen Partnern mit aller Kraft auf eine
Lösung hinarbeitet.
Es liegt an der Regierung in Teheran. Sie muss die
völkerrechtliche Verpflichtung zur Transparenz endlich erfüllen.
Stattdessen hat sie sich geweigert, mit den Inspekteuren
zusammenzuarbeiten, die die Internationale Atomenergiebehörde im
Januar und Februar entsandt hatte.
Trotzdem bleibt das Angebot zu Verhandlungen auf dem Tisch. Denn
wir wollen eine diplomatische Lösung. Wenn aber der Iran das
Gesprächsangebot jetzt nicht annimmt, verspielt Teheran diese Chance.
Die Erfahrungen der Verhandlungen zeigen, dass der Iran nur durch
Druck seine Hinhaltetaktik aufgibt. Die abgestimmten Sanktionen der
USA und der EU sind darum richtig. Ihre Wirkung sollte noch verstärkt
werden. Alle iranischen Finanzinstitute sollten jetzt vom SWIFT-Netz
abgeschnitten werden, mit dem ihnen elektronische Finanztransaktionen
noch immer möglich sind. Alle anderen Optionen - einschließlich eines
militärischen Vorgehens - müssen so lange auf dem Tisch bleiben, bis
der Iran ernsthaft zu einer Lösung bereit ist."
Hintergrund:
Der jüngste IAEO-Bericht liefert detaillierte Anhaltspunkten
dafür, dass Iran militärische Kerntechnik entwickelt. Der Rat der EU
spricht von "ernsten und wachsenden Bedenken hinsichtlich des
iranischen Nuklearprogramms". In der unterirdischen Anlage in Fordo
nahe Ghom reichern Irans Nuklearexperten Uran bis zu 20 Prozent an.
Damit verletzt der Iran völkerrechtlich verbindliche Resolutionen des
VN-Sicherheitsrats und des Gouverneursrats der IAEO. Das Regime
droht, die Straße von Hormus zu schließen, durch die etwa 20 Prozent
des weltweit gebrauchten Erdöls transportiert werden.
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darum am 23. Januar 2012 auf
weitere restriktive Maßnahmen verständigt. Die Sanktionen betreffen
den Energiesektor und den Finanzsektor Exportbeschränkungen und
gezielte Sanktionen gegen Angehörige des Regimes und Einrichtungen,
die von den Islamischen Revolutionsgarden kontrolliert werden, sollen
den Iran dazu bewegen, sein Atomprogramm offen zu legen. Anhang IV
der Sicherheitsratsresolution 1929 (2010) vom 9. Juni 2010 enthält
ein gültiges und umfassendes Angebotspaket an den Iran zur Lösung des
Nuklearkonfliktes.
Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication
(SWIFT), betreibt ein Telekommunikationsnetz für den
Nachrichtenaustausch zwischen den ihr angehörenden Finanzinstituten.
Iranische Institute können das SWIFT-Netz trotz der Sanktionen noch
immer nutzen.
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.03.2012 - 09:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 591991
Anzahl Zeichen: 4157
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 268 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mißfelder: Teheran darf Chance nicht verspielen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wachstumskräfte stärken und Wohlstand sichern Anlässlich des Frühjahresgutachten des Sachverständigenrats erklärt der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Lenz: "Die deutsche Wirtschaft steht weiter unter erheblichem externem Druck. Hande
Weisgerber/Klein: Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz beschlossen ...
Aufbruch für den Filmstandort Deutschland Das Bundeskabinett hat heute das Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz beschlossen. Hierzu erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Anja Weisgerber, und die kultur- und medienpolitische Sprecherin, Ottilie Klein
Luczak/Kießling: Grundlegende Novelle Baugesetzbuch beschlossen ...
Vorrang für Wohnungsbau statt neuer Auflagen Das Bundeskabinett hat heute eine umfassende Novelle des Baugesetzbuches beschlossen. Hierzu erklären der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak, und der zuständige Berichterstatter, Michael Kießling: Jan-Marco L
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Neue Westfälische (Bielefeld): Grüne stellen Bundesregierung bei Energiewende verheerendes Zeugnis aus ...
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir stellt im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagsausgabe) der schwarz-gelben Bundesregierung ein verheerendes Zeugnis bei der Energiewende aus. "Das Problem ist, dass diejenigen, die tief in ihrem Herzen nie an die erne
Neue Westfälische (Bielefeld): Cem Özdemir schließt Schwarz-Grün für 2013 aus ...
"Für 2013 sehe ich im Bund keine schwarz-grüne Perspektive", sagte der Vorsitzende der Bündnisgrünen Cem Özdemir im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagsausgabe). "Ich habe keinen Schaum vor dem Mund, wenn ich mit den Kollegen der CDU und
Neue Westfälische (Bielefeld): Grüne Spitzenkandidatur für 2013 wird bald entschieden ...
Die Grünen wollen bald die Spitzenkandidatur für den Bundestagswahlkampf 2013 klären. Das erklärte der Grünen-Chef Cem Özdemir in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagsausgabe)."Diese Frage werden wir in einem transparenten und demokratischen V
Mitteldeutsche Zeitung: Polizei ermittelt gegen Polizei Zwei Beamte werden beschuldigt, in Aschersleben eine Schlägerei angezettelt zu haben ...
Ein schwerer Zwischenfall aus den eigenen Reihen beschäftigt die Polizeidirektion Nord. Nach einer heftigen Prügelei vor einem Lokal in der Keplerstraße in Aschersleben (Salzlandkreis) mit mindestens einem Verletzten werden zwei Beamte beschuldigt, die wüste Schlägerei angezettelt zu haben




