Japan: Opfern den Neuanfang ermöglichen / Ein Jahr nach Fukushima Hilfe beim Wiederaufbau nach Dreifach-Katastrophe
ID: 592334
nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe auch ein Jahr nach
der durch ein Erdbeben und einen Tsunami ausgelösten Zerstörung der
Kraftwerksblöcke in Fukushima nicht absehbar. Während die japanischen
Partner des evangelischen Hilfswerks nach der Dreifachkatastrophe
zunächst alle Kräfte mobilisierten, um Überlebende mit Hilfsgütern zu
versorgen, gilt es jetzt, die längerfristigen Folgen zu bewältigen.
Neben dem Wiederaufbau stehen soziale Projekte, die den Opfern den
Neuanfang ermöglichen, im Zentrum. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat
bislang rund 2,3 Millionen Euro für Japan bereitgestellt.
"Mit unseren Partnerorganisationen wollen wir für die Opfer der
Dreifachkatastrophe eine Brücke in die Zukunft bauen", sagt der
Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin
Kessler. Das schwere Erdbeben und der Tsunami haben an der Ostküste
Japans riesige Schäden angerichtet. Rund 19.000 Menschen verloren ihr
Leben. Die Atomkatastrophe in Fukushima hat einen weltweiten Schock
ausgelöst.
Unterstützt von der Diakonie Katastrophenhilfe haben die
japanischen Partner wie der nationale Kirchenrat und die lutherischen
Kirchen Hunderte von Freiwilligen organisiert. Außerdem haben sie
Menschen, die aus verstrahlten Gebieten fliehen mussten, mit Wasser,
Lebensmitteln, Kleidung und Decken unterstützt und in Notunterkünften
betreut und so geholfen, die psychischen und sozialen Folgen der
akuten Katastrophe zu bewältigen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe ermöglicht jetzt den Menschen, die
längerfristigen Folgen zu überwinden. Sie hat mit ihren Partnern zum
Beispiel über 200 Schulen und öffentliche Einrichtungen mit
Geigerzählern ausgestattet, um die Betroffenen besser vor
radioaktiven Gefahren zu schützen.
In einem weiteren Projekt unterstützt das evangelische Hilfswerk
mit Mitteln der Deutsche Bank Stiftung den Wiederaufbau des Asian
Rural Institute (ARI) in Nordjapan. Das Landwirtschaftszentrum, das
von Erdbeben und Tsunami in besonderem Maße betroffen wurde,
übernimmt die Ausbildung von Fachkräften aus asiatischen
Entwicklungs- und Schwellenländern.
Pressekontakt:
Rainer Lang: 0711-2159 147
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Datum: 09.03.2012 - 14:09 Uhr
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