Lausitzer Rundschau: Ohne Mitgefühl
Regierung schränkt Hartz IV für Ausländer ein
ID: 592659
verkündeten Einschränkungen für den Hartz-IV-Bezug durch EU-Ausländer
tatsächlich nur eine Formalität sind, eine notwendige Angleichung der
Rechtsverhältnisse. Die kommt dann aber verdammt spät nach dem Urteil
des Bundessozialgerichts von 2010, das den Beschluss angeblich
ausgelöst hat, und verdammt zeitnah zum Beginn einer Welle von
Arbeitsemigranten aus Griechenland, Spanien und Portugal. Die
südeuropäische Krise erreicht uns langsam. Sie reist mit
Billigfliegern oder per Mitfahrzentrale an, besucht Deutschkurse in
den Volkshochschulen, ist jung und meist gut ausgebildet und jobbt in
Kneipen oder Hotels, um sich über Wasser zu halten. Übrigens, nicht
selten zu einem Minilohn oder gleich nur für das Trinkgeld. Der
Betreffende kann ja froh sein, überhaupt etwas zu haben. Es besteht
die Gefahr, dass in Europa wieder ein elendiges Kapitel der
Arbeitsmigration beginnt, ähnlich wie in den 60er- und 70er-Jahren.
Mit Ausbeutung und Ausgrenzung. Der deutsche prekäre Arbeitsmarkt
lässt dafür viel Spielraum. Ein führender Koalitionspolitiker sagte
kürzlich zur Krise in Südeuropa, die jungen Griechen und Spanier
müssten eben mobil sein, dann sei es nicht so schlimm. Dieser
Politiker sollte sich einmal vorstellen, er müsste dereinst der
eigenen Jugend mitteilen, dass ihre Zukunft darin liegt, in Spaniens
Hotels die Betten zu machen. Sicher wäre dann sein Reflex ein anderer
als zuerst an den Missbrauch von Hartz IV zu denken, der laut
Statistik in dieser Gruppe praktisch überhaupt nicht vorkommt.
Sondern vielleicht eher an Mindestlöhne hier und Wirtschaftshilfe
dort.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.03.2012 - 20:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 592659
Anzahl Zeichen: 1962
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Ohne Mitgefühl
Regierung schränkt Hartz IV für Ausländer ein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Lausitzer Rundschau: Chancenlos trotz Zuzugs Brandenburg und Sachsen stemmen sich gegen Abwanderung ...
Was Brandenburg bereits 2010 gelungen ist, kann jetzt auch in Sachsen bejubelt werden: Nachdem 13 Jahre lang viel mehr Landeskinder den Freistaat verlassen hatten als Menschen zugereist waren, kehrt sich nun erstmals der Abwanderungstrend um. Mehr Zu- als Fortzüge - das ist für die beiden neue
Rheinische Post: Gesundheits-Jojo ...
Der Streit in der Gesundheitspolitik um die satten Überschüsse der Krankenkassen ist ein erneutes Beispiel für das vergiftete Klima in der Koalition. Es gibt im Gesundheitssektor wirklich genug Probleme zu lösen: Lange Wartezeiten bei Fachärzten, teils unwürdige Versorgung von Pflegebedür
Rheinische Post: Griechenlands Lage bleibt prekär ...
Nach dem geglückten Schuldenschnitt für Griechenland fühlen sich alle als Sieger. Kanzlerin Merkel sieht den Weg für die "historisch größte Umschuldung" geöffnet; IWF-Präsidentin Lagarde hält die Lasten des Landes für dramatisch reduziert; Frankreichs Staatsoberhaupt Sarkozy f
Rheinische Post: Recht auf Tradition ...
Die Wertegemeinschaft des europäischen Abendlandes fußte über Jahrhunderte auf drei Erhebungen rund um das Mittelmeer: der Akropolis von Athen (Philosphie), den Hügeln von Rom (Recht) und der Kreuzigungsstätte von Golgatha (Glauben). Das war einmal. In den meisten EU-Ländern ist der Glaube




