Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Mittelstand / Niedersachsen
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Der Untergang des Abendlandes hat nicht stattgefunden. Aus
heutiger Sicht eher das Gegenteil. Vor rund einem Jahr wurden in
Stuttgart und Hamburg vermeintlich wirtschaftsfreundliche
Ministerpräsidenten der CDU abgewählt und durch Nachfolger von Grünen
und SPD ersetzt. Das erstaunliche Resultat: Baden-Württemberg und dem
Stadtstaat im Norden bescheinigen Unternehmen eine besonders gute
Mittelstandspolitik.
Niedersachsen dagegen ist im Jahresvergleich zurückgefallen. Das
ist, wie das Wirtschaftsministerium zutreffend feststellt, noch kein
Grund für Alarmstimmung. Die Zufriedenheit der Mittelständler im Land
ist immer noch überdurchschnittlich hoch. Für den westlichen
Landesteil, wo Investitionsvorhaben oft schneller als anderswo
genehmigt werden und keine einseitigen Industriestrukturen
vorherrschen, gilt das in besonderer Weise.
Dennoch muss man sich den Kritikpunkt Förderpolitik genauer
ansehen. Bei der landeseigenen NBank gibt es offenbar einiges zu
verbessern. Und dass günstige Kredite die vorgesehenen Adressaten oft
nicht erreichen, ist in Zeiten gefluteter Geldmärkte skandalös. Hier
müssen Banken in die Pflicht genommen werden. Politiker sollten dafür
über ihren Schatten springen. Dass Unternehmer sich anpassen können,
zeigen sie mit ihrer besonderen Zufriedenheit im Ländle und in der
Elbmetropole.
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Datum: 16.03.2012 - 22:00 Uhr
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